Nach drei Runden stehen die Wohler noch ohne Sieg da. Erst einen Treffer erzielten sie aus dem Spiel heraus (Paivas Tor zur Führung gegen Lugano). Die bisher gezeigten Leistungen gegen Servette (1:2), Locarno (0:0) und Lugano (1:1) lassen Trainer David Sesa gleichwohl ein positives Zwischenfazit ziehen. «Wir können mit allen Mannschaften mithalten. Und dass wir zu zahlreichen Möglichkeiten kommen, stimmt mich zuversichtlich. Jetzt müssen wir noch konsequenter im Abschluss zur Sache gehen.» Am liebsten schon heute Abend gegen Biel (mit dem Ex-Wohler Altin Osmani). Es gilt, die 0:7-Pleite aus der letzten Saison vergessen zu machen.

Winsauer und Bastida schauen zu

Zwei langjährige Führungsspieler gehen momentan nur im Training zur Sache. Zum einen Team-Captain Michael Winsauer. Der 31-jährige Tiroler spielt seit 2010 bei Wohlen und gehörte bis Ende letzter Saison zu den Fixstartern in der Innenverteidigung. Wegen einer langwierigen Rippenverletzung verpasste der zweitälteste Feldspieler beim FCW einen grossen Teil der Vorbereitung.

Und kommt jetzt, da er wieder fit ist, nicht am eingespielten, jungen Duo Pnishi (22) / Bühler (21) vorbei. Die Tatsache, dass Winsauer ab nächstem Montag halbtags als Lehrer arbeiten wird, verbessert seine Einsatzchancen kaum. Eine ungewohnte Situation für Winsauer, der in seinen ersten beiden Saisons in Wohlen kein einziges Meisterschaftsspiel und letzte Saison nur deren vier verpasst hatte.

Der andere, Sergio Bastida, ist mit 33 Jahren der älteste Feldspieler. Der zähe Kämpfer und Dauerläufer im Mittelfeld spielte erst 70 Minuten (gegen Servette) und sass beim letzten Spiel gegen Lugano gar nur noch auf der Tribüne. «Auf seiner Position zähle ich auf andere Leute wie Milani oder auch Nikic», so Sesa. Um im selben Atemzug nachzuschieben, «dass ich froh um jeden Einzelnen bin. Die Saison dauert noch lange.»

Gastspiel im Provisorium

Im Sommer 2015 wird der FC Biel in sein neues Stadion einziehen. Der Neubau unter der Bezeichnung Stades de Bienne beinhaltet ein Fussballstadion (Platz für 6000 Zuschauer), ein Eishockey-Stadion (7000 Zuschauer) sowie eine Curlinghalle. Bis dahin spielen die Bieler nach ihrer letztjährigen Exil-Saison in Neuenburg wieder auf der renovierten Gurzelen. Der rührige Klub entwickelte daraus eine Marketing-Idee und bietet den «Gurzelenpass» an. Laufzeit: zwei Saisons. «Um im altehrwürdigen Stadion bis zum Schluss dabei zu sein», wie es auf der Vereinshomepage heisst. Übrigens: Biels letztes Heimspiel (1:1 gegen Servette) besuchten stolze 2750 Fans.