Mountainbike

Zwei Aargauer Nachwuchshoffnungen kommen ihrem Traum näher

Erfolgreiches Duo: Lea Huber (Mitte) und Noelle Rüetschi (rechts) präsentieren stolz ihre in Italien gewonnenen Medaillen.

Erfolgreiches Duo: Lea Huber (Mitte) und Noelle Rüetschi (rechts) präsentieren stolz ihre in Italien gewonnenen Medaillen.

Mit Lea Huber und Noelle Rüetschi durften sich Ende August gleich zwei Aargauerinnen an der U17-Europameisterschaft feiern lassen. Die beiden 14-Jährigen blicken glücklich auf ihren Erfolg zurück.

Dass die Schweiz die Mountainbike-Nation schlechthin ist, wird immer wieder eindrücklich bewiesen. Während die grossen Vorbilder Nino Schurter, Jolanda Neff und Co. an der Mountainbike-Weltmeisterschaft in Kanada noch um Medaillen und Ruhm kämpften, hatte der Nachwuchs zu diesem Zeitpunkt bereits schon Edelmetall in der Tasche.

Die frischgebackene Europameisterin Lea Huber kann ihr Glück dabei kaum fassen. «Langsam realisiere ich es. Es ist ein sehr spezielles Gefühl. Früher habe ich immer zu den anderen Europameistern aufgeschaut, jetzt habe ich es selbst geschafft», so die aus Sulz stammende Nachwuchshoffnung. Ähnlich geht es Noelle Rüetschi, die sich den dritten Platz ergattern konnte.

Anspruchsvolle Strecken, starke Konkurrenz

Deren Freude über die zweite Bronzemedaille in Folge wurde allerdings durch einen Sturz in der Rennmitte getrübt. Zwar schleppt sie sich tapfer ins Ziel, doch rückblickend muss sie sich eingestehen, dass die Sportart nicht immer ungefährlich ist. «Auf den Streckenbesichtigungen empfinde ich manchmal schon ziemlichen Respekt. Vor allem, wenn ich gewisse Passagen noch nicht kenne», sagt die aus Gipf-Oberfrick stammende Rüetschi.

Gerade in Pila im Aostatal (Italien) trafen die zwei Fahrerinnen aus dem RE/MAX Biketeam Fricktal auf kein leicht zu befahrendes Terrain. «Es war eine technisch äusserst anspruchsvolle Strecke. Dadurch waren wir als Schweizer sicher ein wenig im Vorteil, weil wir im Swisscup ebenfalls eher schwierige Rennen haben», sagt Trainer Urs Huber.

Trotzdem war mit einem derartigen Erfolg kaum zu rechnen. In ihrer Kategorie gehörten die beiden Aargauerinnen zu den jüngsten Teilnehmerinnen. «Dass die beiden trotzdem so weit nach vorne fahren konnten, war sehr überraschend», sagt ein sichtlich erfreuter Urs Huber. Die zwei erst 14-jährigen Fahrerinnen beschreibt er als ehrgeizig und gewissenhaft.

Durch gegenseitiges Pushen an die Spitze

Für die anspruchsvolle Strecke in Italien waren diese Eigenschaften unverzichtbar. Wie reif die beiden Fahrerinnen sind, zeigt sich im Gespräch schnell. Was Lea Huber aus ihrer erfolgreichen Saison mitnimmt? «Dass man nie den Kopf hängen lassen soll. Selbst wenn es einmal nicht so gut läuft. Dass ein Rennen erst fertig ist, wenn man über der Ziellinie ist», erklärt sie bestimmt.

Auch Rüetschi lässt sich ihr junges Alter kaum anmerken. Dass beide derart für ihren Sport leben und immer vorne mitmischen wollen, kommt ihnen nicht nur in den gemeinsamen Trainings zugute. «Das wir zu zweit sind, ist ein Riesenvorteil für uns. Wir wären beide wohl nicht so weit, wenn uns nicht ständig gegenseitig pushen würden», sagt Noelle Rüetschi.

Ähnlich sieht dies auch Urs Huber, der als Vater von Lea nicht nur den Charakter seiner Tochter bestens kennt: «Sie ergänzen sich super. Beide haben viel Ehrgeiz und wollen stets besser sein als die andere. Das bringt sie natürlich vorwärts.»

Grosse Ziele, vielversprechende Zukunft

Während dieser gesunde Konkurrenzkampf in der sich in Reichweite befindenden Saisonpause bald ruhen wird, gilt dies nicht für die Träume der beiden. Denen sind die zwei Fahrerinnen einmal mehr näher gekommen. Während Lea Huber von einer Teilnahme an den Olympischen Spielen schwärmt, ist der Weltcup für Noelle Rüetschi das grosse Ziel, das ihr aufgrund ihres Alters zurzeit noch verwehrt bleibt.

Doch egal, wohin die Wege der beiden einmal führen, Urs Huber ist sich sicher: «Die zwei haben eine gute Zukunft vor sich. Wenn die Gesundheit und das Umfeld weiterhin stimmen, dann ist noch einiges möglich.» Dass die beiden in den nächsten paar Jahren vom Fan selbst zum Idol heranreifen, dem scheint zurzeit nichts im Weg zu stehen.

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