Curling

Zwei Aargauer lösen WM-Ticket mit ihrem Team – ein grosser Schritt Richtung Olympia

Das Curlingteam mit den Aargauern Marcel Käufeler und Romano Meier wurde zum ersten Mal Schweizer Meister. Somit vertritt das Team um Skip Yannick Schwaller Ende März die Schweiz in Glasgow an der Weltmeisterschaft.

Die Freude ist gross bei Romano Meier: «Jetzt können wir ein weiteres Häkchen auf unserer Bucketlist setzen.» Auf jener Liste mit Dingen, die sie unbedingt erreicht haben wollen. Meier ist neben Marcel Käufeler einer von zwei Aargauern im Team Bern Zähringer, das am vergangenen Wochenende zum ersten Mal Schweizer Meister wurde.

Der Titel bedeutet gleich­zeitig die Qualifikation für die WM i schottischen Glasgow im März. Ein Etappenziel der Curler auf dem Weg an die Olympischen Spiele 2022 ist damit erreicht, nachdem sie in den vergangenen zwei Jahren an der Schweizer Meisterschaft den zweiten Platz belegten.

Im Final am Samstag setzten sich Skip Yannick Schwaller, Marcel Käufeler, Romano Meier und Michael Brunner gegen den Titelverteidiger Genf durch. Möglich war dies durch eine hervorragende Stimmung im Team. «Wir wussten, dass Yannick eine super Woche hatte und die ­Steine am Schluss bringen wird», sagt Käufeler. Dadurch brachte das ganze Team eine tiefe Ruhe auf das Eis und konnte gemeinsam die beste Leistung abrufen. «Wir gingen auch mal ein Risiko ein. Das hat sich ausgezahlt», sagt Meier.

Traum von einer WM-Medaille

Details zu den WM-Zielen wurden im Team noch nicht besprochen. «Es war eine intensive Woche und wir sind alle etwas müde», gesteht Käufeler. Jetzt machen sie diese Woche eine kleine Pause, um in Ruhe zu ­regenerieren. Klar ist aber, dass das Team Bern Zähringer, das im vergangenen Jahr EM-Silber gewann, an der WM ein weiteres Topresultat erzielen will: «Es ist durchaus realistisch, von einer WM-Medaille zu träumen», sagt Romano Meier.

Nach der Regeneration geht es schon bald weiter mit dem Training für die Weltmeisterschaft, die bereits Ende März stattfindet. «Wir halten jetzt eine Woche Abstand vom Curling. Danach sind wir wieder richtig hungrig», sagt Meier. Das Team weiss, dass es auf einem guten Level spielt. «Wir konnten uns gegen ein Top-10-Team der Weltrangliste (Genf; die Red.) durchsetzen. Das zeigt, dass wir spielerisch nichts aufzuholen brauchen», sagt Käufeler. Er glaube, dass man auf diesem Niveau die Spiele nicht danach gewinnt, wie viel Zeit man im Training auf dem Eis verbringe. Genauso entscheidend sei die Regeneration und die restliche Vorbereitung.

Auch mit Blick auf die Olympischen Spiele macht das Team einen Schritt nach vorne. Noch Anfang 2019 war Bern Zähringer an keinem internationalen Wettkampf beteiligt. Die Qualifikationskriterien für die Winterspiele schienen ein riesiger Berg zu sein. Mindestens zwei, am besten sogar drei internationale Turniere sollten sie bestreiten. Nun sind sie bereits Vizeeuropameister und gehen an ihre erste Weltmeisterschaft.

Die vier Curler sind auf Kurs und wollen mehr. Meier sagt klar, dass die Teilnahme an der WM alleine nicht reiche: «Wir gehen motiviert und hungrig nach Schottland.» Die jüngsten Erfolge geben dem aufstrebenden Team zusätzliche Sicherheit. «Es ist eine Art Genugtuung. Man sieht, dass wir vieles richtig machen», sagt Käufeler.

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