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Zwei Aargauer im Profifeld der Sixday-Nights in Zürich

Als die Organisatoren Franco Marvulli an der Medienorientierung als «Platzhirsch» vorstellten, konterte Silvan Dillier, er sei gewillt, dem Zürcher Publikumsliebling die Schau zu stehlen.

Wolfgang Rytz
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Silvan Dillier (vorne) will sich in diesem Jahr gegen Vorjahressieger Franco Marvulli durchsetzen. WR

Silvan Dillier (vorne) will sich in diesem Jahr gegen Vorjahressieger Franco Marvulli durchsetzen. WR

Die jüngsten Ergebnisse im Sechstageszirkus sprechen für den stärksten Aargauer Bahnfahrer. Der 22-jährige Schneisinger bestätigt auf den Winterbahnen seine Erfolge in diesem Jahr. Der U23-Europameister in den Disziplinen Madison und Einzelverfolgung beendete das Sechstagerennen von Gent am Sonntag mit dem deutschen Routinier Robert Bartko auf Rang 3.

Weil Dilliers einstiger Standardpartner Claudio Imhof weiterhin mit gesundheitlichen Problemen kämpft, erhielt der Schneisinger in Zürich erneut Glenn O’Shea zugeteilt. Der
23-jährige Omnium-Weltmeister aus Australien ist ebenfalls in guter Verfassung, wie sein Sieg in Gent mit Lokalmatador Iljo Keisse beweist.

Im Vorjahr mussten Dillier/O’Shea nur Marvulli/Keisse den Vortritt lassen. Weil Keisse in Zürich nicht antritt und Marvulli mit seinem neuen Partner Tristan Marguet der Form hinterher fährt, liebäugelt Dillier mit dem ersten Sechstagesieg bei den Profis. Als solcher gilt auch ein Triumph in Zürich, obwohl das Rennen nur noch vier Nächte dauert.

Abschiedsvorstellung

Seine Abschiedsvorstellung gibt Alexander Aeschbach. Der 38-jährige Dürrenäscher will sich im Hallenstadion für den letztjährigen Auftritt rehabilitieren. Der Zürcher Dominique Stark war vom Profiniveau überfordert gewesen und hatte «Aeschbi» ins Elend gerissen. Weil Aeschbach in diesem Herbst bei keinem Sixdays Unterschlupf fand, versuchte er sich mit täglichem Training in Schwung zu halten. Ob dies genügt, mit den Grossen mitzuhalten, wie er sich dies vorgenommen hat, zeigt sich ab heute Abend. «Aeschbi» fährt an der Seite des talentierten Zürcher Oberländers Jan Keller. Eine Klassierung im Mittelfeld wäre bereits ein Achtungserfolg. Die Ausgangslage für Jungspund Silvan Dillier und Oldie Alexander Aeschbach könnte also unterschiedlicher nicht sein.