Challenge League

Zurück zum Glück: Was sich ändern muss, damit der FC Aarau wieder vom Aufstieg träumen darf

Der FC Aarau wird den Erwartungen nach 11.Spieltagen noch nicht gerecht.

Der FC Aarau wird den Erwartungen nach 11.Spieltagen noch nicht gerecht.

Das Zwischenfazit ist hart: Nach 11. Challenge-League-Runden steht der FCA (wieder einmal) in der unteren Tabellenhälfte an siebter Stelle. Baustellen gibt es vor allem in der Verteidigung und im Sturm, doch das letzte Jahr hat gezeigt, dass ein paar geschickte Handgriffe einiges verändern können.

Kein Dirigent in der Verteidigung und im Sturm fehlt ein Arbeiter mit Knipser-Qualität. Etwa so lassen sich derzeit die Hauptprobleme beim FC Aarau zusammenfassen. 

Klingt düster, ist aber eigentlich halb so wild. Die Mannschaft hat in dieser Saison nämlich gezeigt, dass sie durchaus die Veranlagung hat, auch in dieser Saison um den Aufstieg zu spielen. 

Ähnlich wie in der vergangenen Saison wird der FC Aarau nach 11. Runden (14 Punkte, 7.Rang) seinen Erwartungen nicht gerecht. Zwar ist die Situation bei weitem nicht so dramatisch wie vor einem Jahr (4 Punkte, 10.Rang), doch die Erwartungshaltung rund um die Mannschaft ist deutlich grösser geworden. 

Pleiten, Pech und Pannen – so lässt sich der Saisonstart 2018 zusammenfassen.

Pleiten, Pech und Pannen – so lässt sich der Saisonstart 2018 zusammenfassen.

Was muss also passieren, damit der FC Aarau im Kampf um oberen beiden Rängen wieder mitmischen kann? 

Fehlender Abwehrchef

Die aktuell grösste Problemzone befindet sich in der Abwehr: Mit 25 Gegentoren nach dem 11. Spieltag kassierten die Aarauer bisher sogar noch zwei Treffer mehr als vor einem Jahr beim Katastrophen-Start. 

Schwächste Abwehr der Liga: Der FCA hat in 11 Partien bereits 25 Gegentore kassiert.

Schwächste Abwehr der Liga: Der FCA hat in 11 Partien bereits 25 Gegentore kassiert.

Fakt ist: Der Abgang von Nicolas Bürgy hat ein tiefes Loch in die Innenverteidigung gerissen. Ein gleichwertiger Ersatz konnte noch nicht transferiert werden. 

Der ehemalige Abwehrchef Bürgy wird beim FC Aarau schmerzlich vermisst.

Der ehemalige Abwehrchef Bürgy wird beim FC Aarau schmerzlich vermisst.

Eine mögliche Lösung wäre, dass Rahmen – sobald Olivier Jäckle zurückkehrt – im defensiven Mittelfeld umstellt. Als ehemaliger Innenverteidiger könnte Zverotic die Rolle des Abwehr-Dirigenten übernehmen und Jäckle bildet mit Serey Die das neue Duo auf der 6er-Position.

Olivier Jäckle könnte in 3-4 Wochen wieder bereit für einen Ernstkampf sein.

Olivier Jäckle könnte in 3-4 Wochen wieder bereit für einen Ernstkampf sein.

Bei der momentanen Ausgangslage wäre es zumindest ein Versuch wert. Allerdings könnte es noch drei bis vier Wochen dauern, ehe Jäckle bereit für einen Einsatz ist. 

Sollte diese Option nicht greifen, muss Burki auf dem Transfermarkt dringend handeln, denn der Aarauer Erfolg steht und fällt mit einer gut organisierten Verteidigung. Dies hat der Bürgy-Transfer im letzten Jahr bereits bewiesen. 

Fehlende Knipser-Qualitäten 

Varol Tasar und Goran Karanovic verbuchten gemeinsam in der letzten Spielzeit 19 Toren. Will heissen, fast ein Drittel der Tore aus der vergangenen Saison. Beide Spieler wurden nicht ersetzt.

Maierhofer konnte bisher nicht an die Leistung aus der vergangenen Saison anknüpfen.

Maierhofer konnte bisher nicht an die Leistung aus der vergangenen Saison anknüpfen.

Dafür hat man mit Stefan Maierhofer den Vertrag um ein Jahr verlängert. Mit seinen 11 Toren aus der vergangenen Saison (26 Einsätze) konnte er zwar einen hervorragenden Arbeitsnachweis vorlegen, doch seither bleibt er unter den Erwartungen. Gerade mal zwei Treffer im Spiel gegen Schaffhausen gelangen dem 37-jährigen Österreicher in neun Teileinsätzen (sechs davon über 45 Minuten). 

Trotzdem trifft der FCA in die gegnerischen Maschen. Mit 20 Treffer sogar am zweitmeisten nach Lausanne (29). Doch das Bild trügt. Die Hälfte der Tore erzielte der FC Aarau in den beiden Partien gegen Kriens sowie gegen Schaffhausen. Vor allem bei den Spielen gegen Winterthur (1:1), GC (1:2), Stade Lausanne-Ouchy (1:1) und zuletzt Lausanne-Sport (1:3) machte sich bemerkbar, dass Aarau über keinen offensiven Arbeiter mit Knipser-Qualitäten verfügt.

Gashi hat schon auf der ganz grossen Bühne gespielt – im Winter kehr er zurück ins Brügglifeld.

Gashi hat schon auf der ganz grossen Bühne gespielt – im Winter kehr er zurück ins Brügglifeld.

Dass sich dieses Problem im Januar mit der Ankunft von Shkelzen Gashi in Luft auflösen wird, darf ein Stück weit erwartet werden. Gashi bringt alle Offensiv-Qualitäten mit, die bei Aarau zuletzt vermisst wurden. Es bleibt zu hoffen, dass bis dahin der Abstand auf Lausanne und GC nicht zu gross ist. 

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