Schwingen
Zum Frühstück gleich das Duell der Giganten

Beim Nordwestschweizerischen Schwingfest in Allschwil kommt es zum Showdown zweier Topfavoriten fürs «Eidgenössische». Der zuletzt überragende Solothurner Bruno Gisler trifft auf Brünig-Dominator Matthias Sempach.

Wolfgang Rytz
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Umjubelter Sieger: Matthias Sempach feiert seinen Erfolg im Schlussgang gegen Florian Gnaegi beim traditionellen Bruenig Schwingen.

Umjubelter Sieger: Matthias Sempach feiert seinen Erfolg im Schlussgang gegen Florian Gnaegi beim traditionellen Bruenig Schwingen.

KEYSTONE

Das Duell Gisler-Sempach hatte der Wettkampfleiter des Eidgenössischen Schwingfestes in Burgdorf, Werner Jakob, bereits ins Auge gefasst: Der Nordwestschweizer Überflieger der letzten Wochen, Bruno Gisler, gegen den Berner Leader Matthias Sempach.

Doch nun kommts schon vier Wochen vorher zu dieser Paarung. Sempach tritt am Sonntag als Gast am Nordwestschweizer Teilverbandsfest in Allschwil an. Diese Gelegenheit lässt sich der Technische Leiter Stephan Strebel, der alleine für die Einteilung im ersten Gang verantwortlich ist, nicht entgehen.

«Ja, die beiden Topschwinger treffen zum Auftakt aufeinander», liess er schon mehrere Tage vor Bekanntgabe der weiteren Spitzenpaarungen verlauten. Weil beide Schwinger für ihren Offensivgeist bekannt sind, verspricht das Gipfeltreffen zu einem Leckerbissen zu werden.

Für einmal lohnt sich eine frühe Tagwache: Das Anschwingen auf der Sportanlage Gartenhof in Allschwil beginnt um 8.30 Uhr, wobei der Spitzengang nicht vor 9 Uhr zu erwarten ist.

Gefährliche Aussenseiter

Sollten sich die beiden Favoriten gegenseitig neutralisieren, lauern weitere starke Gästeschwinger auf. Willy Graber und Peter Imfeld sind namhafte «Eidgenossen». Die Nordostschweizer entsenden die gefährlichen Aussenseiter Pascal Gurtner und Markus Schläpfer.

Für Angst und Schrecken sorgt zurzeit Marcel Mathis. Er besiegte in den letzten zwei Wochen die Schwingerkönige Arnold Forrer und Kilian Wenger. Sein fehlendes Gewicht macht der drahtige Sennenschwinger mit einer stupenden Technik wett.

Nebst Gisler vom gastgebenden Teilverband sind auch die weiteren Eidgenossen Christoph Bieri, Mario und Guido Thürig gefordert. Dies gilt ebenso für die stärksten Mittelschwinger wie Michael Gschwind, Patrick Räbmatter, Cédric Huber, Remo Stalder, Jürg Mahrer, Henryc Thoenen und Andreas Henzer.

Nur mit einer kompakten Teamleistung wie im Vorjahr in Döttingen kann der Tagessieg in den eigenen Reihen gehalten werden. Nach dem mässigen Auftritt auf dem Weissenstein ist auf jeden Fall eine deutliche Steigerung nötig. Stefan Strebel ist anderer Ansicht: «Ich glaube, dass Bruno Gisler dieses Fest im Alleingang gewinnen kann.»