Obwohl es die Spiele zwischen Wohlen und Baden meist in sich haben, war dies am Samstag nicht mehr der Fall. «Man hat heute gesehen, dass es um nichts mehr ging», sah auch Wohlens Trainer Christian Gretler. Schon vor dem Anpfiff war nämlich klar, welche Teams auch nächste Saison der Innerschweizer 1.-Liga-Gruppe angehören werden.

Trotz der verkorksten Saison wollte sich Wohlen im Spiel gegen Baden ehrwürdig aus der 1. Liga verabschieden. Gerade weil die Freiämter zuvor starke Teams wie Olten und Willisau besiegt hatten, wäre ein Erfolg gegen Baden Pflicht gewesen. Da Wohlen den Gästen aber gleich zu Beginn zwei Siebenmeter «schenkte», bedeutete dies für die Gastgeber schon früh der Anfang vom Ende. Baden erarbeitete sich bis zur Pause eine 15:9-Führung.

Weder Freude noch Wille

In der zweiten Halbzeit kamen für Wohlen kleine Siegeshoffnungen auf, denn der stark auftrumpfende Flavio Galliker erzielte Tor um Tor. Wohlen gab aber nach, und dies ist wohl auch ein Grund für den Abstieg. «Das Team hatte Qualität, allerdings fehlten schlicht die Freude und der Wille am Spiel», bilanziert Gretler die Saison. Auch bei der Matchanalyse beschönigte der Trainer nichts: «Wir metzgeten uns durch. Viele Verletzte und Kranke machen unserem Rumpfteam jedoch zu schaffen.»

Dennoch sieht sich Wohlen, das bekannt ist für sein «Liftsyndrom», sprich Aufstieg, Abstieg und wieder Aufstieg, schnell wieder zurück in der 1. Liga. Gretler ist sicher: «Wenn dem Team keine grösseren Änderungen widerfahren, wird die 2. Liga für uns ein kurzes Intermezzo.»

Die jungen Badener hingegen haben den Ligaerhalt knapp geschafft. Co-Trainer Adi Lehner zeigte sich nach dem Sieg erleichtert: «Ich schlotterte bis zum Ende, denn die letzten Spiele führten wir immer, bevor wir abermals verloren.» Und noch etwas stimmte ihn positiv: «Heute konnten wir unseren Junioren Spielzeit geben.»