Der FC Wohlen hat mit dem Sieg am vergangenen Mittwoch in Langenthal die erste Hürde in der neuen Saison übersprungen. Die Freiämter zeigten dabei eine reife, erwachsene Leistung. Attribute, die in der Abstiegssaison dringend nötig gewesen wären.

Das Team von Thomas Jent ist nicht nur punktuell massiv verstärkt worden. Nein, man hat auch den Eindruck, dass die von der letzten Saison verbliebenen Spieler einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht haben. Besonders die jungen Spieler scheinen an Reife gewonnen zu haben. Aber auch «Alteingesessene», wie Marko Muslin, gehen in ihren neuen Rollen auf. Muslin ging in Langenthal als Kapitän voran, zeigte Charisma und erzielte das so wichtige 1:0 aus Sicht der Wohler.

Eine gute Rolle spielen, das Maximum herausholen

Nun geht es zum FC Solothurn, einen klaren Aufstiegsaspiranten. Und damit auch um einen direkten Konkurrenten? Noch ist unklar, wie stark die neuformierte Wohler Mannschaft wirklich ist. Deshalb hielt man sich im Freiamt wahrscheinlich bewusst zurück mit klaren Ansagen. Vom direkten Aufstieg war bislang nie die Rede. Oben mitspielen wolle man. Eine gute Rolle spielen, das Maximum herausholen. Alles recht schwammige Aussagen.

Und doch, der FC Wohlen sollte nicht unterschätzt werden, auch nicht von den Solothurnern.
In der zweiten Runde einer Meisterschaftssaison wurden noch keine Meisterschaften, Auf-, oder Abstiege entschieden.

Dennoch ist dieses zweite Spiel, das zweite in Folge auswärts, ein klarer Gradmesser für die Gäste. Der Aufgabe gewachsen ist diese Wohler Mannschaft. Sie muss sich freilich weiter strecken, als in Langenthal, um die zweite Hürde zu überspringen.