Der Handball-Trainer Zoltan Cordas kehrt in seine Heimat zurück. Cordas wird zum dritten Mal Trainer beim HC Linz. «Wir wollen unsere jungen Spieler nach vorne bringen. Das ist der Schritt, den wir gehen müssen», sagt Sportchef Nermin Adzamija.

Cordas war Mitte der 1990er-Jahre Spieler bei Linz und wurde als «Wurfkanone» bezeichnet. Es ist auch bekannt, dass der Trainer bei der Ausbildung junger Spieler sehr streng sein kann. 

Hinter der Fassade des Österreichers mit serbisch-ungarischen Wurzeln verbirgt sich aber ein feiner Mensch – elegant, höflich, liebenswürdig. Das werden auch seine neuen Spieler erfahren. «Es werden Änderungen auf die Jungs zukommen. Ich will sie durch die grosse Tür begleiten – und nicht durch die Hintertür. Meine Spieler müssen fleissig sein. Wenn ich merke, dass ich die Mannschaft nicht mehr motivieren kann, bin ich sofort weg», sagt der 55-Jährige. 

Mission in der Schweiz erfüllt

Zuletzt war Cordas drei Jahre lang Trainer beim TV Möhlin. Davor stand er sieben Jahre an der Seitenline beim TV Endingen. Doch wie in Endingen hatte Cordas seine Mission auch in Möhlin  erfüllt und es zog ihn zurück nach Österreich. «Nach jedem Trainer kommt ein anderer, der neue Inputs bringt und das ist gut so», sagt Cordas nach seinem Rücktritt in Möhlin. 

Cordas ersetzt beim HC Linz Manuel Gierlinger. Dieser beendet die laufende Saison und soll dem Club erhalten bleiben. Cordas ist jetzt schon gespannt auf seine neue Aufgabe: «Eines ist sicher, wir werden mehr trainieren.» Das Ziel der Linzer ist es, sich in Zukunft in den Top Fünf Österreichs zu etablieren.