Tennis

Zofinger Rechnung mit vielen Unbekannten

Die 17-jährige Walliserin Ylena In-Albon ist derzeit auf der internationalen Juniorentour enorm erfolgreich. fba

Die 17-jährige Walliserin Ylena In-Albon ist derzeit auf der internationalen Juniorentour enorm erfolgreich. fba

Vor dem Start in die erste NLB-Saison gibt es beim jungen Zofinger Interclubteam noch einige offene Fragen. Klar ist hingegen das Saisonziel.

Am Wochenende ist es so weit. Die Frauen des Tennisclubs Zofingen starten auf den heimischen Sandplätzen in das Abenteuer Nationalliga B. Gegner zum Auftakt ist Lido Lugano. Ein Team, das auf dem Papier in etwa gleich stark einzustufen ist wie die Aufsteigerinnen aus Zofingen und das – genau wie die Thutstädterinnen – das Ziel Ligaerhalt verfolgt.

«Das wird eine spannende Begegnung. Für uns ist es sehr wichtig, dass wir gut in die neue Saison starten, damit wir Selbstvertrauen tanken können», sagt Teambetreuer Christoph Meyer. Dem allerersten Auftritt in der Nationalliga B kommt daher eine besondere Bedeutung zu – auch für den weiteren Verlauf der Saison, denn am Ende wird jeder einzelne Punkt in die Rechnung einfliessen.

Voraussetzung für einen gelungenen Auftakt in die Meisterschaft und für das Erreichen des Ziels «Ligaerhalt» ist, dass die Leistungsträgerinnen anwesend und fit sind. Doch ausgerechnet die beiden neu verpflichteten Topspielerinnen stellen derzeit zwei Unbekannte in der Rechnung dar.

Regina Kulikowa, die ehemalige Nummer 65 der Welt, die mittlerweile als Tennistrainerin an der Swiss Tennis Academy in Biel arbeitet, kämpft noch immer mit den Folgen des Pfeifferschen Drüsenfiebers. «Derzeit ist noch ungewiss, ob sie überhaupt für uns spielen kann», sagt Meyer.

Eine andere «Unbekannte» kommt bei Ylena In-Albon zum Tragen. Die Walliserin spielt auf der internationalen Juniorentour derzeit so erfolgreich, dass sie sich in der Weltrangliste innerhalb der ersten vier Monate des Jahres von Rang 271 auf Platz 68 vorgekämpft hat.

Mit diesem Ranking wird sie garantiert Unterschlupf im Qualifikationsfeld der French Open der Junioren finden. Allenfalls wird sie in Paris gar direkt im Hauptfeld antreten können. Ist dies der Fall, steht die 17-Jährige dem TCZ voraussichtlich einmal nicht zur Verfügung.

Was machen die Gegner?

Der Gesundheitszustand von Kulikowa und die internationalen Einsätze von In-Albon sind jedoch nicht die einzigen Unbekannten. Zwei weitere Faktoren, welche die Zofingerinnen nicht beeinflussen können, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Zwar ist bereits jetzt eine Liste mit allen Spielerinnen sämtlicher Teams vorhanden und aufgrund dieser Liste ist der Ligaerhalt für die Zofingerinnen durchaus ein realistisches Szenario. Doch die Transferfrist läuft noch bis am 20. Mai. Bis zu diesem Zeitpunkt können sich sämtliche Teams mit zusätzlichen Spielerinnen verstärken – je nachdem, wie sie in den ersten Runden abgeschnitten haben.

Kommt hinzu, dass mit GC Zürich und Stade-Lausanne zwei gegnerische Mannschaften noch über ein Team in der Nationalliga A verfügen und unter Umständen die eine oder andere Spielerin aus der oberen Liga als Verstärkung aufbieten können.

«Es wird für die Mannschaft und für den Club eine interessante Saison, auf die wir uns sehr freuen. Aber am Ende brauchen wir auch das nötige Glück, um unser Ziel zu erreichen – selbst wenn wir in Bestbesetzung antreten können und allesamt fit sind», so Christoph Meyer.

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