Duathlon
Zofinger Anlass kommt an seine Kapazitätsgrenzen

Ruedi Wild und Martina Krähenbühl sichern sich den Schweizer Meistertitel beim Intervall-Duathlon in Zofingen.

Pascal Kamber
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Martina Krähenbühl drehte auf der Radstrecke mächtig auf.

Martina Krähenbühl drehte auf der Radstrecke mächtig auf.

Beim 18. Intervall-Duathlon in Zofingen sind die Überraschungen zumindest teilweise ausgeblieben. Während bei den Frauen Martina Krähenbühl mit ihrem Triumph aufhorchen liess, sorgte Ruedi Wild bei den Männern für den erwarteten Start-Ziel-Sieg. «Ich bin total zufrieden», freute sich Wild über seine gelungene Verteidigung des Schweizer Meistertitels.

Der 33-Jährige aus Samstagern teilte sich seinen Wettkampf klug ein. «Ich habe meine Taktik durchgezogen und bin nach einem passiven ersten Teil den zweiten aggressiver angegangen», sagte Wild. Durch die Tempoverschärfung schaffte er die nötige Distanz zwischen sich und seinem ärgsten Widersacher Adrien Briffod, der lange mit dem Topfavoriten mithalten konnte.

Danke Routine nicht nervös geworden

«Er gab zu Beginn mächtig Gas und machte Druck beim Laufen», lobte Wild die Leistung des Zweitplatzierten aus Saint-Légier. Mithilfe seiner Routine habe ihn das nicht aus dem Konzept gebracht. «Vor ein paar Jahren wäre ich dadurch nervös geworden», sagte der IDZ-Sieger, «heute weiss ich, dass ein Rennen eineinhalb Stunden dauert.»

Das Podest komplettierte Andy Sutz, der sich nach langer Verletzungspause zurückmeldete. «Bis vor acht Tagen unterzog ich mich einer Antibiotika-Kur und wusste deshalb, dass im Laufen die Spritzigkeit fehlt», sagte der Schaffhauser. So musste er Adrien Briffod auf der abschliessenden Laufstrecke ziehen lassen, nachdem Sutz zuvor mit dem Rad den Rückstand auf den Westschweizer wettmachen konnte.

Startschwierigkeiten bei Krähenbühl

Eher ungewollt Schwierigkeiten bekundete Martina Krähenbühl in der Anfangsphase des Wettkampfes. «Ich hatte Mühe, ins Rennen zu finden», sagte die 30-Jährige aus Belp, «erst auf dem Rad lief es mir besser.» In der Tat präsentierte sich Krähenbühl ab dem mittleren Laufabschnitt stark und vor allem einsam an der Spitze.

«Ich merkte auf der ersten Radstrecke, dass ich problemlos mithalten kann», erzählte die frischgebackene Schweizer Meisterin, «da sagte ich mir: Wenn du gewinnen willst, musst du Gas geben.» Das machte Martina Krähenbühl und siegte schliesslich souverän. «Damit habe ich nicht gerechnet», gestand sie, «ich stufte Laura Hrebec im Vergleich mit mir stärker ein.» Die Vorjahressiegerin aus Illarsaz verpasste den Titel als 14. deutlich.

Neuer Teilnehmerrekord

Weitaus geringer war Jasmin Läderachs Rückstand auf das Podest. Nach ihrem tollen Start verlor die 24-jährige Rothristerin am Ende fünf Minuten auf Martina Krähenbühl und musste sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. «Ich kassierte eine Strafe auf der zweiten Radstrecke», sagte Läderach, «ohne diesen Penalty wäre es zu einem spannenden Laufduell mit Petra Eggenschwiler gekommen.» Letztere schnappte sich die Silbermedaille, Bronze gewann Ladina Buss.

OK-Präsident Lukas Baumann zeigte sich auch dank des herrlichen Wetters «extrem zufrieden» mit der IDZ-Ausgabe 2015. Nach 416 im Vorjahr durfte sich Baumann heuer mit 445 gemeldeten Teilnehmern über einen neuen Rekord freuen. «Langsam erreichen wir die Kapazitätsgrenze», sagte er, «aber das sind tolle Probleme für einen OK-Präsidenten.»

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