Handball
Zofingen wurde zum «Party-Crasher»

Diese Niederlage tut weh: Der STV Baden unterliegt im Aargauer Ost-West-Derby in der 1. Liga deutlich.

Hannes Hurter
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Aargauer Zeitung

«Brunchen», plaudern, fachsimpeln und unter dem Motto «Städtli gegen den Rest des Kantons» den Partien der STV-Teams beiwohnen: Der STV Baden lud zum traditionellen «Städtli-Brunch».

Als Highlight für die Badener stach das überraschend gewonnene Nachbarduell der 2. Mannschaft gegen das «Eins» von Lägern Wettingen heraus. Just jenes Wettingen, das die geplante Fusion mit dem STV Baden platzen liess, da sich keine Kandidaten für die Vorstandsämter finden liessen.

Torwart hielt Mannschaft im Spiel

Im 1.-Liga-Derby mussten die Ostaargauer auf ihren Spielgestalter verzichten: Simon Knoth fehlte wegen einer Hirnerschütterung. Zofingen erwischte in der Aue einen Blitzstart und führte nach fünf Minuten bereits 4:0. Einige gute Paraden von Badens Keeper Erik Weibel liessen «Städtli» zwischenzeitlich bis auf zwei Tore herankommen (7:9/27.), zu mehr reichte es gegen Favorit Zofingen jedoch nicht. Im Gegenteil: Nach der Pause zogen die Westaargauer im Eiltempo auf 16:7 davon (34.), der Sieg stand zu keiner Zeit in Gefahr.

Badens Trainer Andreas Steiner war vor allem von der Art und Weise enttäuscht, wie sein Team auftrat: «Im Angriff haben wir nie so gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben.»

Die Saison verläuft für Baden bislang mit Höhen und Tiefen. Der frühere Nationalliga-A-Coach musste sich erst mit den Gegebenheiten im Amateurbereich zurechtfinden und spricht von einem «Anpassungsprozess auf beiden Seiten». Das junge Team sei sehr lernwillig. «Wir benötigen noch etwas Zeit, die Mannschaft hat einen positiven Geist, da mag es Personen wie mich schon ertragen», sagt Steiner mit einem Lächeln.

Zofingens Vision 2020

Der TV Zofingen weist nach dem 6. Sieg in Folge eine fast makellose Zwischenbilanz auf. Nach Verlustpunkten befinden sich die Zofinger gleichauf mit Leader Siggenthal/Vom Stein.

Seit Jahren traut man dem TVZ die Rückkehr in die Nationalliga zu, nun scheinen die Zofinger auf Kurs. «Wir sind in dieser Saison wirklich gut drauf», meint Coach Samir Sarac, der den Druck von seinen Spielern fernhalten will. Die Thutstädter haben sich mit der «Vision 2020» zum Ziel gesetzt, aus der einstigen Handballhochburg Zofingen wieder einen Klub von Rang und Namen zu machen.

Bis 2020 soll das Fanionteam gar an die nationale Spitze geführt werden. «Mein persönliches Ziel ist der Aufstieg», sagt Sarac. «Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, ist alles möglich.» Die Zofinger mit der besten Abwehr der Liga sowie den Skorern Christoph Hert und Tobias Hottiger haben sich am Badener Brunch-Tag als unbarmherzige «Party-Crasher» hervorgetan. Gemäss Badens Interims-Präsident Daniel Hitz war der Handball-Anlass trotz Niederlage des Fanionteams ein Erfolg.

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