Fussball 2. Liga inter
Zofingen verliert den Spitzenkampf zuhause gegen Hochdorf mit 1:2

Nichts wurde es für den SC Zofingen mit dem erhofften Sprung an die Tabellenspitze. Anstatt den Leader Hochdorf vor eigenem Publikum in die Schranken zu weisen, entführten die Gäste dank eines schmeichelhaften 2:1-Erfolgs drei Punkte aus Zofingen.

Pascal Kamber
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SCZ-Stürmer Valon Duzhmani (links) im Zweikampf mit Ex-Luzern-Profi und Hochdorf-Spielertrainer Remo Meyer.

SCZ-Stürmer Valon Duzhmani (links) im Zweikampf mit Ex-Luzern-Profi und Hochdorf-Spielertrainer Remo Meyer.

Otto Lüscher

Die Zofinger waren über weite Strecken die bessere Mannschaft, wurden für ihren mutigen Auftritt im Spitzenkampf aber schlecht belohnt. «Wir hätten die Tore machen und hinten konzentriert stehen müssen. Stattdessen geschieht so etwas», sagte SCZ-Stürmer Valon Duzhmani.

Einen Teil seines Ärgers bekam das georgische Schiedsrichter-Trio um Irakli Kvirikashvili, das im Rahmen eines Austauschprogramms des europäischen Fussballverbands auf der Trinermatten arbitrierte, zu spüren. In der ersten Halbzeit verwehrte Kvirikashvili dem Gastgeber nach einem Schubser an Aadil Ajil einen Elfmeter, und in der 80. Minute übersah er einen Ellbogenschlag ins Gesicht von Denis Emmenegger. Letzteres blieb nicht ohne Folgen: Nachdem Ajil den Angriff Hochdorfs mittels Foul stoppte, erhielten die Gäste einen Freistoss zugesprochen. Der Ball landete im Zofinger Strafraum, wo Lukas Jost aus dem Gewühl heraus die zweite Chance der Luzerner in der zweiten Halbzeit zum 2:1-Siegtreffer verwertete.

Der SC Zofingen muss sich jedoch an der eigenen Nase nehmen. Mit einer effizienteren Chancenauswertung wäre mehr zu holen gewesen. Nachdem Matteo Muscia in der Anfangsphase der ersten Halbzeit innert wenigen Augenblicken zwei Gelegenheiten zum Führungstreffer vergab, scheiterten kurz vor der Pause sowohl Valon Duzhmani (36. Minute) per Kopf wie auch Oliver Jonjic, der seinen Freistoss ans Lattenkreuz (41.) setzte.

Nach dem Seitenwechsel kam es gar noch schlimmer: Erst sah Jonjic seinen Elfmeter nach einem Handspiel von Alois Bucheli von Hochdorfs Torhüter Patrick Schmidt gehalten, ehe Aidan Uebelmann in der 55. Minute nach einen langen Ball von einer leichten Unsicherheit in der Zofinger Defensive profitieren konnte und das 1:0 erzielte.

Verletzungsbedingte Ausfälle schmerzen

Die Thutstädter bewiesen in dieser Phase aber Charakter und stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Bereits sechs Zeigerumdrehungen später markierte Valon Duzhmani nach Matteo Muscias herrlicher Vorarbeit den 1:1-Ausgleich. Für den 26-jährigen Stürmer war es im ersten Einsatz nach vierwöchiger Verletzungspause ein kleines Erfolgserlebnis. «Ich freue mich darüber, aber verloren haben wir trotzdem», meinte Duzhmani. Denn anders als nach dem ersten Gegentor vermochte der SCZ nach dem 1:2 nicht mehr zu reagieren. «Hochdorf ist nicht einfach so Leader, sie sind eine gute und starke Mannschaft», sagte Duzhmani.

Zu allem Übel verdrehte sich Ersatz-Captain Dario Dussin in der 21. Minute im Zweikampf mit Kevin Vogel das Knie und musste mit Verdacht auch Kreuzbandriss ausgewechselt werden. Die ohnehin schon lange Verletztenliste wächst damit weiter an, zumal auch Innenverteidiger José Luis Mamone für das Duell mit Hochdorf ausgefallen ist.