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Zofingen Sieger in einem knappen Spiel gegen Möhlin

Noch vier Minuten vor dem Schlusspfiff lagen beide Mannschaften treffermässig gleich (28:28), ehe die Thutstädter die Zitterpartie zu ihren Gunsten kippen und mit zwei Toren mehr gewinnen konnten (32:30).

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Der Möhlemer Tobias Stalder wirft einen Siebenmeter. Beobachtet wird er von Armin Sarac, der von Suhr/Aarau zu den Thutstädtern gewechselt war.

Der Möhlemer Tobias Stalder wirft einen Siebenmeter. Beobachtet wird er von Armin Sarac, der von Suhr/Aarau zu den Thutstädtern gewechselt war.

Zur Verfügung gestellt

Die Spieler des TV Möhlin starteten verhalten in die Partie und verbuchten zwei, drei unerfreuliche Patzer vor dem gegnerischen Tor von Niklaus Schöpfer, während dessen Mannschaft gleich mit drei Toren die Führung übernahm. Dann begann Möhlins Aufholjagd und Marcus Hock landete seinen ersten und danach zweiten Wurf im gegnerischen Tor. Auch Tobias Stalder zog nach und bescherte dem TVM mit dem dritten Treffer zum 3:3 den Ausgleich in der achten Spielminute. Es folgte ein gemächlicherer Schlagabtausch mit ausgeglichenen Torverhältnissen: Mal lagen die Gastgeber vorne, mal die Gäste. Nach einer Viertelstunde Spielzeit und beim Score von 8:8 kassierte Möhlin zwei Minuten Strafe.

Tunesische Schiedsrichter behalten Übersicht

Wie üblich, wenn der TVM in Unterzahl spielte, wechselte Coach Stadelmann einen Ersatzspieler für den Gegenstoss ein und der Torhüter musste sein Gehäuse verlassen. Florian Wirthlin zog für seinen temporären Feldeinsatz ein grünes Ueberzieh-Shirt an und wollte so gekennzeichnet, seine Mannschaft verstärken. Irgendwann realisierte das Schiedsrichterduo aus Tunesien, sie pfiffen anlässlich eines Austauschprogramms des SHF, dass das regelwidrig war. Wirthlins grüne Shirtfarbe harmonierte zu sehr mit dem Grün des Sweatshirt von Zofingens Torhüter. Nach einem klärenden Gespräch mit dem beigezogenen Chefschiedsrichter, konnte Wirthlin danach in ein schwarzes Ersatztricot schlüpfen und wieder zurück aufs Spielfeld laufen.

Möhlin mit Pausenführung

Es folgte eine Phase, wo Möhlin nicht wirklich zu seinem gewohnten Spielaufbau und den dringend benötigten Treffern fand. Vor Zofingens Tor wollten die Abschlüsse nicht gelingen. Deshalb zitierte Bruno Stadelmann sein Team in der zwanzigsten Spielminute zum Timeout an die Seitenlinie. Etwas später brachten Möhlin ein verwerteter Siebenmeter und ein aus dem Lauf herausgespielter Treffer zum 11:13, durch Martin Burri, leichten Aufwind. Zwar schaffte es der TV Möhlin, einen zwei Tore Vorsprung von 14:16 in die Pause mitzunehmen, aber das war, bei dieser Ausgangslage, kein verlässliches Polster für die nächste Halbzeit.

Besseres Ende für die Thutstädter

Und so kam es, nach sieben Minuten in der zweiten Spielhälfte, glich Zofingen aus. Trainer Fabio Media hatte im Angriff die Positionen anders besetzt und die neuen Spieler versuchten mit mehr Druck und vor allem mehr Tempo Möhlins Verteidigung gefährlich zu werden. Zudem wurde Marcus Hock in Schach gehalten und der TVM dadurch mehrmals in Verlegenheit gebracht. Der Gastgeber vermochte aber auch zu diesem Zeitpunkt nicht davon zu ziehen, zu stark agierte Möhlins Gegenwehr. Leider machte sich die Chancenauswertung vor Zofingens Tor und vielleicht auch die zwei verschossenen Siebenmeter auf Möhlins Seite leise aber entscheidend bemerkbar. Fehlten am Ende diese Treffer für einen Sieg? Zofingen nutzte dann Möhlins Baisse in den Schlussminuten und münzte das Score zu ihrem Vorteil, zum 32:30 um. Pech für den TV Möhlin, denn zumindest ein Unentschieden hätte die Leistungen auswärts besser honoriert.

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