Handball

Zofingen gleich immer wieder aus, verliert aber am Ende knapp gegen Baden

Zofingens Tomislav Orsolic (rechts) lässt Thomas Stalder stehen. chris roos

Zofingens Tomislav Orsolic (rechts) lässt Thomas Stalder stehen. chris roos

Zofingens NLB-Handballer unterliegen dem STV Baden vor eigenem Publikum mit 27:28. Den Unterschied machte wohl die Routine – oder das Glück, wie Gästetrainer Andreas Steiner festhielt. Dieses entscheide oft bei knappen Siegen.

«Es lief immer nach demselben Muster ab», erklärte Zofingen-Trainer Fabio Madia, «sie sind mit zwei, drei Toren in Führung gegangen und wir haben wieder aufgeholt. Unglücklicherweise ist es uns nicht gelungen, dieses Muster zu durchbrechen.» An den Chancen lag es nicht, denn selbst in den letzten Minuten boten sich den Gastgebern zwei ausgezeichnete Möglichkeiten, die Partie wieder auszugleichen – doch die Abgeklärtheit liess zu wünschen übrig. «Derartige Chancen musst Du einfach nutzen, wenn Du ein solches Spiel gewinnen willst», ärgerte sich Madia.

Wahrscheinlich auch Glück

Sein Gegenüber Andreas Steiner hatte ähnliche Ansätze beim Erklären des Spielausgangs: «Wir sind sicher eine Spur routinierter, was man in der Schlussphase gemerkt hat. Ausserdem pflege ich zu sagen, dass Du, wenn Du mit einem Tor Unterschied gewinnst, wahrscheinlich auch etwas glücklicher warst.»

Trotz der beiden Punkte war der Trainer des Aufsteigers aber nicht vollends zufrieden mit der Vorstellung seiner Equipe: «Wir lagen mehrmals mit drei Treffern vorne und haben es in diesen Situationen verpasst, den Vorsprung auszubauen. Durch teilweise dumme Fehler haben wir den Gegner immer wieder aufschliessen lassen.»

Stärkerer Beginn für «Städtli»

Die ersten Minuten des Derbys gehörten ganz klar «Städtli». In der Abwehr wurden nach leichtfertigen Fehlern der Zofinger die Bälle abgefangen und sofort in Gegenstösse verwandelt. Hätte Thomas Stalder nicht gleich zweimal einen solchen Konter mit einem Schrittfehler abgeschlossen, wäre der Gast aus Baden schnell mit fünf Längen in Front gelegen. So aber konnten sich die Einheimischen nach dem frühen 0:3 erholen und beim Stand von 8:8 erstmals wieder ausgleichen (17. Minute).

Obwohl die Badener ihre Defensivarbeit teilweise etwas gar passiv erledigten, konnten sie innerhalb von nur sechs Minuten wieder auf 11:8 davonziehen. Auch dieses Polster reichte aber noch nicht für die Pausenführung, denn plötzlich verspürten die Zofinger Aufwind und hatten kurz vor dem Seitenwechsel zum ersten – und auch einzigen – Mal die Nase vorn.

Anschlusstor zu spät

Unter der Regie von Björn Navarin gelang dem Aufsteiger auch der Start in Hälfte zwei besser. Bei drei Toren pendelte sich Badens Vorsprung ein, woran auch drei Zeitstrafen für «Städtli» nichts änderten. Noch zweimal (23:23 und 24:24) vermochten die tapfer kämpfenden Thutstädter dank sehenswerten Treffern von Tomislav Orsolic aufzuschliessen, ehe gegen Ende die Kraft nachzulassen schien. Anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, dass man die Geschenke, die die Gäste auf der Zielgeraden verteilten, nicht mehr annehmen konnte. Das 27:28-Anschlusstor zehn Sekunden vor dem Ende kam schliesslich zu spät.

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