Fussball 2. Liga inter
Zofingen erhält von den Kickers aus Luzern eine Abreibung

Der SC Zofingen kassiert gegen die Kickers Luzern eine 0:3-Heimpleite. Somit bleibt nach zwei Spielen nur ein Punkt.

Pascal Kamber
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Zofingens Flügel Valdimiro Cuinjinca (links) kommt nicht an Kickers-Verteidiger Sascha Kokanovic vorbei.Otto Lüscher

Zofingens Flügel Valdimiro Cuinjinca (links) kommt nicht an Kickers-Verteidiger Sascha Kokanovic vorbei.Otto Lüscher

Otto Lüscher

Der erste Auftritt vor eigenem Publikum in der Saison 2016/17 ist dem SC Zofingen gründlich missglückt. Die Mannschaft von Trainer Nino Lombardi musste sich den Kickers Luzern mit 0:3 geschlagen geben. «Diese Niederlage ist sehr empfindlich», sagte ein enttäuschter SCZ-Captain Robert Majic. Nur zu gerne hätten er und seine Mitspieler auf das 1:1 in Taverne einen «Dreier» in der Trinermatte folgen lassen wollen, um mit Schwung in die neue Meisterschaft zu starten.

Stattdessen lief bei den Thutstädtern zu vieles schief. Bereits in der 13. Minute lagen sie nach Sandro Villigers Freistoss, den er unter der hochgesprungenen SCZ-Mauer vorbei im Tor versenkte, mit 0:1 im Rückstand. Nur sieben Minuten später folgte der nächste Rückschlag für den Gastgeber, als Topskorer Matteo Muscia verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste.

Der Schreck sitzt tief

Wie wichtig der Stürmer für den SCZ ist, lässt sich nur schon daran erkennen, dass Muscia bis zu diesem Zeitpunkt für viel Gefahr vor dem Kickers-Gehäuse sorgte und drei hochkarätige Chancen vergab. Von diesem Schrecken erholten sich die Zofinger nicht wirklich. Obwohl sich die Lombardi-Truppe bis zur Pause ein klares Chancenplus erarbeitete, vermochte sie Kickers-Schlussmann Eldin Beganovic nicht zu bezwingen. Zudem verstanden es die Luzerner bestens, die Räume mit ihren beiden Viererketten dichtzumachen.

Für die Kickers Luzern kam es nach dem Seitenwechsel gar noch besser. In der 50. Minute kassierte SCZ-Verteidiger Dominik Sieber nach einem Handspiel im Strafraum bereits die zweite gelbe Karte und wurde folglich unter die Dusche geschickt. Zwar konnte Alessandro Vodola den schlecht getretenen Elfmeter von Marco Kistler halten, wenige Sekunden später lag der Ball nach Mike Siebers Fehlpass im Spielaufbau dennoch hinter der Linie. Philippe Fischer liess sich nicht zweimal bitten und erhöhte auf 2:0.

«Das kann passieren, aber es hat uns völlig aus dem Spiel genommen», umschrieb Robert Majic die Schlüsselszene der Partie, «im Kopf umzuschalten nach dem Platzverweis und dem zweiten Gegentor war sehr schwierig.» Man habe in der Folge dennoch versucht, Druck aufzubauen, «aber es schaute am Ende zu wenig raus für uns.» Statt des Anschlusstreffers führte Leandro Tiago Nunes bei einem der wenigen Gegenstösse in der 72. Minute mittels Heber über Alessandro Vodola das 3:0 und damit die Entscheidung herbei. «Wir standen nicht kompakt und hatten keine Ordnung auf dem Platz», begründete Robert Majic den ungenügenden Auftritt des SC Zofingen. Von einem Fehlstart wollte er aber nicht sprechen. «Die Saison dauert noch lange», meinte Majic.