Dem TV Endingen gelang eine gute Startphase, konzentriert in der Deckung und effektiv im Abschluss. Der STV Baden konnte dagegen halten und in der zehnten Minuten ausgleichen. Baden gab sich nie geschlagen und kämpfte mit allen Mitteln. Das zeitweise sehr harte Einsteigen wurde mit fünf Zeitstrafen auf Badener Seite geahndet. 

Schwächephase Städtlis effektiv ausgenutzt

Die Endinger nutzten die Gunst der Stunde und konnten im ersten Überzahlspiel gleich mit guten ersten Wellen und drei Toren wegziehen. Dario Ferrante parierte in dieser entscheidenden Phase sicher. Captain Riechsteiner übernahm immer wieder Verantwortung und punktete oft überraschend aus der zweiten Reihe sicher und schnörkellos.

Der STV Baden war zeitweise wesentlich schneller im Angriffsspiel und überrumpelte die Endinger Abwehr immer wieder. Doch das hohe Tempo forderte seinen Tribut. Die Endinger wussten die Schwächephase Städtlis gekonnt zu nutzen und zogen mit vier Toren weg. Mit dem Pausenpfiff gelang Christian Riechsteiner das 19:15. 

In den ersten dreissig Minuten dominierte die harte Spielweise der Badener. Die Endinger konnten ihrerseits die Konzentration hoch halten, ihnen passierten erfreulich wenig technische Fehler und sie blieben gefährlich in sauber abgeschlossenen Gegenstössen.

Der Badener Tsunami rollte an

Der STV fanden nach der Pause schneller ins Spiel. Städtlis Teamschlachtruf «Tsunami», also das Überrollen des Gegners, gelang in der zweiten Spielzeit Phasenweise sehr gut. Die Mannschaft stellte die Abwehrkette um und prompt stolperten die Endinger. Die Endinger kämpften sich zu wenig durch die vielen offenen Freiräume, verloren immer wieder den Ball und liessen Städtli aufholen. 

Beide Teams hielten das Tempo hoch, das Spiel wogte lange Zeit hin und her. Die Fans aus beiden Lagern unterstützten ihre Teams nach Kräften. Es herrschte eine angespannte, aber gute Stimmung von den Zuschauerrängen.

Das schnelle Spiel war sehr kräftezehrend. Bei den Endingern sah es phasenweise aus, als wenn sie schwere Beine hätten. Elf Minuten vor Schluss erzielte der STV den Ausgleichstreffer. Die Endinger konnten nicht schnell genug nach einem Ballverlust umschalten und prompt gelang den Gästen der Führungstreffer und sogar der Führungsausbau.

Krimi in der letzten Minute

Der TV Endingen kämpfte verbissen, liess seinen viel gepriesenen Kampfgeist durchblitzen und vermochte das Spiel zu drehen. Vier Minuten vor Schluss hatten sie einen hauchdünnen Vorsprung herausgespielt. In dieser so wichtigen Phase wehrte Dario Ferrante einen Freistoss erstklassig ab und ermöglichte so den Vorsprung auf zwei Tore. 

In der letzten Spielminute setzte der STV Baden alles auf eine Karte, holte clever eine Zeitstrafe auf Endinger Seite heraus. In Unterzahl konnten die Gastgeber aber dem gegnerischen Angriff standhalten und sicherten sich mit dem 35:34 die wichtigen zwei Punkte.

Teammanager Arak Kin freute sich über den Zittersieg. «Wir haben knapp, aber doch verdient gewonnen. Die Mannschaft hat Moral gezeigt. Die meisten haben über die ganze Spieldauer alles gegeben und bis zur letzten Sekunde gekämpft.»

Für Kin sind diese zwei gewonnen Punkte ein wichtiger Schritt in Richtung Saisonziel. Captain Riechsteiner ist ein wenig vorsichtiger. Er möchte sich erst nach den nächsten beiden Spielen zum Saisonziel äussern. «Für mich ist es noch zu früh, sich mit dem Saisonende zu befassen.» Wichtig ist für ihn, dass das Team in den kommenden Spielen sicher auftreten kann.