In seiner Donnerstagsausgabe meldete der «Tages Anzeiger», dass YF Juventus bei Andy Wyder, dem Präsidenten des FC Wohlen, eine brisante Anfrage deponiert habe. Die Stadtzürcher möchten bei einem allfälligen Aufstieg in die Challenge League ihre Heimspiele nächste Saison im Stadion Niedermatten austragen.

Grund: Der Juchhof, Juves sportliche Heimat, genügt den Ansprüchen nicht. Auch keine Lösung ist der Utogrund, auf welchem man zwischen 2004 und 2007 die Heimspiele in der Challenge League ausgetragen hatte. Wegen der Platzprobleme verweigerte der Fussballverband dem Verein in erster Instanz die Lizenz.

Keine Kapazität für YF Juventus

In einer Sitzung behandelte die Betriebskommission des Sportzentrums Niedermatten unter Vorsitz von Gemeinderat Urs Kuhn am vergangenen Mittwoch das Anliegen der Zürcher. «Die Antwort ist klar. Das kommt nicht infrage, YF Juventus wird nicht in Wohlen spielen», so Walter Dubler, Wohler Gemeindeammann und selbst immer wieder an Challenge-League-Spielen des FCW anzutreffen.

«Unserer Meinung nach verträgt es nicht zwei Challenge-League-Teams in unserem Stadion. Zudem: Die Plätze sind auch ohne Gastklub schon sehr gut belegt.» Die Gemeinde Wohlen ist Eigentümerin des 2004 eröffneten Stadions Niedermatten, der FC Wohlen beteiligt sich an den Betriebskosten finanziell. Dubler: «Klar ist, dass der FCW erste Priorität geniesst.»

Vor ein paar Jahren hätte Wohlen einem anderen Erstligisten temporäres Gastrecht gewährt. Doch der FC Baden verpasste damals die Qualifikation für die Aufstiegsspiele in die Challenge League. «Baden hätte die Aufstiegsspiele bei uns bestreiten dürfen», so Dubler. Aber nicht eine ganze Saison. Vielleicht lösen sich die Probleme von YF heute Nachmittag von alleine. Wenns gegen Carouge keinen Sieg gibt, wird voraussichtlich nichts aus der Rückkehr in die zweithöchste Liga.