Der Barrage sei Dank. Ihre Wiedereinführung sorgt dafür, dass in der Swiss Football League zwei Runden vor Saisonschluss noch einiges los ist. Der FC Aarau kann mit Siegen in Chiasso und zu Hause gegen Rapperswil-Jona den Barrageplatz verteidigen. Gelingt ihm dies, wird er am 30. Mai (Auffahrt) und am 2. Juni (Sonntag) höchstwahrscheinlich auf Xamax aus der Super League treffen.

Denn mit vier Punkten Rückstand auf den FC Sion und deren sechs auf den FC St. Gallen sowie dem deutlich schlechteren Torverhältnis gegenüber diesen Teams haben im Oberhaus die Neuenburger mit Abstand die schlechtesten Karten. Gewinnen sie am Mittwoch ihr Heimspiel gegen Lugano nicht, stehen sie als Barrage-Teilnehmer fest.

Siegt Aarau am Tag darauf in der Challenge League in Chiasso und verliert Lausanne-Sport in Kriens, dann wäre die Affiche der Barrage mit Xamax gegen Aarau bereits fix. Aus Sicht des Unterklassigen gäbe es einige Faktoren, weshalb die Neuenburger als Gegner um einiges undankbarer wären als der FC Sion und als Super-Ligist ohnehin ein paar Vorteile haben:

#1 Die psychologische Komponente

Nach dem ersten Rückrundenspieltag lag Xamax mit vier Punkten Rückstand auf GC noch auf dem letzten Platz. Nur zwei Siege standen auf seinem Konto. Der Aufsteiger schien ganz einfach zu leichtgewichtig für die Super League zu sein. Doch mit dem Trainerwechsel von Michel Decastel zum vormaligen Assistenten Stéphane Henchoz folgte ein fast wundersamer Aufschwung, der die Xamaxiens zwischenzeitlich zu Recht hoffen liess, der direkte Klassenerhalt sei möglich. Ein solcher ist nach den beiden unglücklichen Niederlagen gegen den FC Zürich und beim FC Sion zwar in weite Ferne gerückt, dennoch würden die Rot-Schwarzen mit viel Moral und Selbstvertrauen in die Barrage steigen. Der Vorteil der Neuenburger im Vergleich mit dem FC Sion wäre, dass sie sich schon seit Saisonbeginn mit dem Szenario «Abstiegskampf» auseinandergesetzt haben und sich jetzt nicht, wie die Walliser, plötzlich mit einer neuen Situation konfrontiert sähen.

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Mercredi dès 20h, Neuchâtel Xamax FCS affrontera le FC Lugano. En cas de victoire, les Rouge et Noir pourront encore espérer se maintenir directement en Raiffeisen Super League. Certes, les planètes ne sont pas bien alignées, mais la fusée xamaxienne avait réussi son décollage, en février, alors qu'elle était dans une position encore plus difficile. Malheureusement pour les Neuchâtelois, les Tessinois sont en forme. Les hommes de Fabio Celestini ont collecté 25 points depuis la trêve et pointent à la troisième place du classement. Solides défensivement (seulement 45 buts encaissés en 34 rencontres), les italophones marquent assez peu et sont donc les champions du match nul (14). Laurent Walthert et ses coéquipiers devront se méfier de Carlinhos Junior (13 buts, dont 5 sur les 6 derniers matches). Ils sont par contre soulagés par la suspension d'Alexander Gerndt, qui s’est illustré lors de 4 des 5 dernières parties (2 buts et 2 assists). Côté xamaxien, Stéphane Henchoz devra sans doute adapter son système. En effet, Pietro Di Nardo, qui a écopé de son 12e avertissement à Sion, sera suspendu et Geoffroy Serey Dié est encore convalescent. En plus de chercher la victoire, les Rouge et Noir auront un œil sur le totomat. Les Neuchâtelois espéreront une défaite de Sion et/ou Saint-Gall pour tenter de coiffer au poteau l'une de ces équipes. #XAMLUG #AllezXamax #OnNeLacheRien

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#2 Trainer Henchoz lässt pragmatisch spielen

Wenn ein Super-League-Klub gegen einen Unterklassigen spielt, wird von ihm erwartet, dass er das Spiel macht. Xamax unter Henchoz würde Aarau diesen Gefallen aber nicht tun. Es hat mit der Umstellung vom Schönwetterfussball zu einer pragmatischen Spielweise reüssiert und würde – anders als Sion – auch gegen Aarau so spielen.

Xamax-Trainer Stéphane Henchoz hat der Mannschaft neuen Schwung gegeben.

Xamax-Trainer Stéphane Henchoz hat der Mannschaft neuen Schwung gegeben.

#3 Der höhere Rhythmus als Trumpf

Es ist zwar wahrlich nicht so, dass der Rhythmus in der Super League atemberaubend hoch ist; ganz im Gegenteil. Doch höher als in der Challenge League ist er gewiss, was in einer Barrage für das oberklassige Team spricht.

#4 Nuzzolo kann für den Unterschied sorgen

Mit dem 35-jährigen Raphaël Nuzzolo verfügt Xamax über den zweitbesten Skorer (14 Tore, 14 Assists) der Super League. Er kann jederzeit den Unterschied ausmachen. Einen solchen Knipser hat Sion nicht. Weil sich der Gegner auf ihn konzentriert, entstehen Freiräume für Teamkollegen.

#5 Der Kunstrasen nur ein minimes Plus

Der Kunstrasen wäre ein Vorteil für Xamax, aber kein besonders grosser. Zu Hause auf der Maladière holte es nur zwei Punkte mehr als in der Fremde. Sechs der neun Siege wurden auf Kunstrasen errungen, fünf davon zu Hause, einer in Thun.

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Ce mercredi à 22h, il y aura toujours un club romand en position de barragiste. Neuchâtel Xamax FCS monte en Valais et espère bien y céder sa neuvième place. Toutefois, avec un point de retard, les Rouge et Noir devront s'imposer dans un stade qui leur a rarement convenu. Le FC Sion est en effet redoutable sur sa pelouse. Cette année, seuls les deux ténors du championnat, Young Boys et Bâle, sont repartis de Tourbillon avec les trois points. Les Sédunois, même s'ils ont concédé à Saint-Gall leur quatrième défaite consécutive, restent un adversaire à prendre très au sérieux. Cela fait presque neuf ans que les Neuchâtelois n'ont plus gagné en Valais. Le dernier succès xamaxien remonte en effet au 23 septembre 2010 (1-2, buts de Sanel Kuljic et Sébastien Wüthrich) et il faut encore retourner neuf ans plus tôt pour retrouver le précédent, 0-4 (buts d'Alexandre Geijo, Eric Baubonne et doublé d'Alex Tachie-Mensah), le 29 septembre 2001. Toutes compétitions confondues, Xamax ne s'est imposé que huit fois à Sion (20 nuls et 21 défaites). Ce bilan défavorable est peut-être lié à la ferveur valaisanne. En effet, avec plus de 8000 spectateurs en moyenne, Xamax est l'équipe qui attire le plus de monde à Tourbillon. Ce sera encore le cas mercredi, puisque le club a réduit ses tarifs pour cette "finale contre les barrages." Pour cette échéance, Stéphane Henchoz récupère Raphaël Nuzzolo et Igor Djuric (suspendus face au FC Zurich). De son côté, le trio Zermatten-Bichard-Constantin devra se passer de Birama Ndoye (suspendu), en plus des joueurs blessés. #SIOXAM #AllezXamax #OnNeLacheRien

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#6 Cupspiel und Statistik sprechen für Xamax

Die Statistik spricht für Xamax, das sechs der zehn letzten Direktduelle mit Aarau gewann und nur zwei Mal verlor. Letztmals trafen die beiden Teams am 16. September letzten Jahres aufeinander. Im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups standen sich im Brügglifeld Not (der punktelose Tabellenletzte der Challenge League) und Elend (mit nur einem Sieg die Rote Laterne der Super League) gegenüber. Xamax ohne den geschonten Nuzzolo gewann 2:1. Die Tore schossen Kemal Ademi und Samir Ramizi für die Gäste, Goran Karanovic traf für den FC Aarau. Bei diesem standen acht Spieler der aktuellen Stammformation auf dem Platz, bei Xamax sechs.