Drei Tage lang ist in Lenzburg Orientierungslauf angesagt. Am Freitag, zum Auftakt des Drei-Tage-OL, zeigte sich der Fricktaler Matthias Kyburz allerdings im Ziel nicht zufrieden, obwohl er die Sprintetappe für sich entscheiden konnte. «Zum Glück wars heute kein internationaler Lauf», bemerkte er zu seinen diversen kleinen Fehlern. Er sprach von Konzentrationsproblemen, die zu mehreren Umwegen führten.

Bei der Routenwahl auf einer längeren Verbindung ums Schloss herum fällte er allerdings den richtigen Entscheid. So büssten der Berner Florian Howald und der Aargauer Topfavorit auf den Gesamtsieg, Jonas Merz, schliesslich 48 Sekunden auf den Sprintstaffel-Weltmeister ein. Merz verlor diese Zeit zur Hauptsache durch seine langsamere Schlossroute.

Die Kaderläufer Kyburz und Howald werden die weiteren Etappen nicht mehr bestreiten. Stattdessen muss sich Merz vor Samuel Keller in Acht nehmen. Der ambitionierte Gebenstorfer lief vorsichtig an und bescherte sich damit einen fast fehlerfreien Lauf. So büsste er nur zwölf Sekunden auf Merz ein. «Aber Merz ist eher schneller im Wald», glaubt Keller, der sich in der Rolle des Herausforderers wohlfühlt.

Wyder mit kleinen Fehlern

Die schwedische Freundin von Jonas Merz, Lina Strand, fand sich mit dem Lenzburger Stadtsprint sehr gut zurecht. Sie verlor auf die aktuelle Dreifach-Weltmeisterin Judith Wyder nur zehn Sekunden. Die Bernerin sprach von zwei, drei kleinen Fehlern. «Insgesamt war der Lauf gut, aber für einen Sprint etwas lang.»

Den möglichen Sieg verpatzte Rahel Friederich. Die Sprintstaffel-Weltmeisterin beging zwei Fehler, die sie ärgerten. «Die hätten nicht sein müssen», schüttelte sie im Ziel den Kopf. So benötigte sie als Drittschnellste 20 Sekunden länger als Wyder. Die Aargauer Favoritin auf den Gesamtsieg, Anina Brunner, lief mit knapp zwei Minuten Rückstand auf Rang 6.

Bei der ersten Etappe des Aargauer 3-Tage-OL gingen 889 Läuferinnen und Läufer an den Start. Noch am Freitagabend bewegte sich der Tross nach Seengen. Von diesem Wettkampfzentrum aus starten die beiden Wochenend-Etappen im Esterliwald und im Rietenberg.