Wasserfahren

Wunder(lin) von Möhlin stellte Konkurrenz in den Schatten

Schweizermeisterschaft im Wasserfahren Einzel in Aarau am 9. September 2012 - WFV Ryburg-Möhlin

Schweizermeisterschaft im Wasserfahren Einzel in Aarau am 9. September 2012 - WFV Ryburg-Möhlin

Thomas Soder vom WFV Ryburg-Möhlin, dem Schweizer Meister 2009, bei seiner Fahrt auf der Aare in Aarau. Ryburg-Möhlin verteidigte den Titel in der Vereinswertung vor dem WFV Muttenz und dem WSC Bremgarten.

Bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein ruderten am Wochenende rund 450 Wasserfahrer aus 31 Vereinen in der Aarauer Aare um die Wette. Die Wasserfahrer von Ryburg-Möhlin verteidigen ihren Titel an der Einzelfahr-Schweizermeisterschaft in Aarau

Der Wassersportverein Aarau hatte zur alle drei Jahre stattfindenden Schweizer Meisterschaft im Einzel-Wasserfahren geladen. Der tiefe Wasserstand versprach einen engen und spannenden Wettkampf. Krönen liess sich am Ende Titelfavorit Ryburg-Möhlin. Die Mehlemer verteidigten erfolgreich den ersten Platz in der Vereinsrangliste, nur knapp vor dem WFV Muttenz, welcher mit 41 Fahrern (19 Aktive) quantitativ die ganze Konkurrenz in den Schatten stellte.

2009 noch Fünfter belegte der WSC Bremgarten in Aarau den starken dritten Rang. Dies war mitunter den stark rudernden Ivo Birchmeier und Walter Jucker zu verdanken. Birchmeier, Einzel-Schweizermeister von 2003, fuhr mit dem 10-Meter-Weidling in der Kategorie der Aktiven auf den dritten Rang und verpasste Silber nur um zwei Zehntelsekunden. Jucker derweil fuhr bei den Veteranen mit einer Zeit auf Rang eins, welche bei den Aktiven Rang Fünf entsprach. «Eigentlich war die Top Ten mein Ziel», erklärt Birchmeier, dass er letztlich knapp Platz zwei verpasst habe, wurmt den Paar-Schweizer-Meister von 2007 dennoch. Nebst dem Bronzegewinner stellten die Bremgartner mit dem 81-jährigen August Stutz den ältesten lizenzierten Wasserfahrer der Schweiz. Er wurde Zweitletzter, aber war damit glücklich: «Ich lebe fürs Wasserfahren.»

Acht Kränze für die Aargauer

Der letzte Sieger im Einzel der Aktiven konnte in Aarau seinen Titel nicht verteidigen. Aufgrund der Altersgrenze von 39 Jahren musste der Mehlemer Reto Wunderlin nämlich bei den Senioren antreten - und er siegte erneut. Wunderlin, welcher sich intensiv in Aarau auf die SM vorbereitet hatte, blieb dabei nur acht Zehntel über der absoluten Bestzeit von Schweizer Meister (Aktive) Adrian Rudin vom WFV Horburg Basel. «Das ist schon hart», sagt der ehrgeizige Wunderlin, gerne wäre er noch bei den Aktiven gefahren, was auch seine Leistungen zeigen. Zufrieden ist er dennoch und das nächste Ziel schon ausgesprochen: Auf heimischen Wassern gilt mit seinem Partner Sven Weidmann 2013 nur der Sieg im Paarfahren als Ziel.

Die Gastgeber vom WSV Aarau mussten sich am Schluss mit dem achten Vereinsrang zufriedengeben. Mit Armin Meier (10.) und Simon Knaus (19.) konnten sie aber zwei Kranzsieger (Aktive) feiern. Inmitten der vielen und starken Vereine beider Basel klassierte sich der Limmat Club Baden auf Rang fünf und deren Bester Dominic Meier auf dem siebten Platz. Insgesamt eroberten die Aargauer Aktiven acht Kränze.

Die stärkste Nachwuchsabteilung stellte der WFV Rupperswil. Von neun Kränzen in der Kategorie der Junioren (17 bis 19 Jahre) gewannen die Rupperswiler deren fünf. Bei den Jungfahrern (14 bis 16 Jahre) heimsten sie gar einen Dreifachsieg und total vier weitere Kränze ein.

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