Fussball

Wohler Kampfgeist gegen Wil mit Punkt belohnt

Yannnick Kakoko: Gekämpft, gelitten und gepunktet.

Yannnick Kakoko: Gekämpft, gelitten und gepunktet.

Der FC Wohlen trotz dem Spitzenverein in der Challenge League, dem FC Wil einen Punkt ab. Die Situation verbessert sich damit für die Freiämter allerdings nicht. Konkurrent Chiasso punktete ebenfalls,

Als Tabellenschlusslicht wollte sich Wohlen im Challenge-League-Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Wil vor eigenem Anhang von seiner besten Seite zeigen. Trotz zahlreichen Absenzen stieg das Sesa-Team gegen die favorisierten Ostschweizer mit viel Schwung in die Partie. Keine vier Minuten waren im Stadion Niedermatten gespielt, als Yannick Kakoko für einen ersten Warnschuss besorgt war.

Wohlen präsentierte sich angriffsfreudig, während die Ostschweizer nicht zu ihrem Spiel fanden. Entgegen dem Spielverlauf gingen die Wiler in der 15. Minute in Führung. Spielmacher Claudio Holenstein spielte einen Flankenball vors Gehäuse und der völlig freistehende Jordan Brown vermochte den Ball problemlos ins Tor zu befördern. Doch die Gastgeber vermochten sich nach dem Schock schnell zu erholen und bereits kurze Zeit später fiel der verdiente Ausgleichstreffer. Ein Freistoss setzte Kakoko bis an den entfernteren Torpfosten, wo Nikic mittels Kopfball Wil-Hüter Anthony Favre keine Abwehrchance liess. Dieser Treffer beflügelte das Schlusslicht und in der Folge erarbeitete sich Wohlen unter der Regie von Nikic noch mehr Spielanteile. Doch im gegnerischen Strafraum agierten die Wohlener zu ungestüm und so blieb es beim 1:1-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel vermochten die Wiler die intensive und kampfbetonte Partie ausgeglichener zu gestalten und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Während Wohlen sein Glück mit kämpferischen Tugenden anpeilte, blieben die spielstarken Gäste aus Wil bei Gegenangriffen immer wieder gefährlich. Dabei durfte Wohlen nach einer guten Stunde das Glück beanspruchen, als der Ex-Wohler Martin Steuble nur den Pfosten traf. Sekunden später brauchte es eine Glanzparade von Hüter Flamur Tahiraj, welcher einen Schuss von Holenstein mit den Fingerspitzen mirakulös über die Latte lenkte. Da auf der Gegenseite auch Favre keinen weiteren Treffer mehr zuliess, blieb es beim leistungsgerechten Unentschieden.

Mit dieser Leistung holte Wohlen nicht nur einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf, mit diesem gelungenen Auftritt gegen ein Spitzenteam wie Wil erspielte sich die Mannschaft auch Sympathien beim Publikum, welches die Spieler mit grossem Applaus verabschiedeten. Während beim Heimklub weiterhin das «Maulkorb-Verbot» gilt, analysierte Wil-Trainer Axel Thoma ausführlich die Partie. «Wohlen steht mit dem Rücken zur Wand und war für uns der erwartet unbequeme Gegner. Am Schluss nehmen wir gerne diesen Punkt mit in die Ostschweiz», so der Deutsche. Da Chiasso zeitgleich im Tessiner Derby gegen Locarno ebenfalls 1:1 spielte, bleibt im Abstiegskampf alles unverändert.

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