Challengue League
Wohler Jubel und eine Kurznachricht aus Aarau

Wohlen schafft mit dem 3:0 gegen Locarno einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Während sich Wyder in aller Stille über den wichtigen Befreiungsschlag im Ringen um den Verbleib in der Challenge League freute, ging bei den Spielern die Post ab.

Ruedi Kuhn
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FC Wohlen siegt 3:0 gegen Locarno
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Mergim Brahimi (FC Wohlen) gegen Olindo Regazzi (FC Locarno) trifft zum 1:0.
Joao Paiva (l, FC Wohlen) gegen Aleksandar Zarkovic (FC Locarno).
Joao Paiva (r, FC Wohlen) gegen Aleksandar Zarkovic (FC Locarno).
Mergim Brahimi (FC Wohlen) jubelt ueber das 1:0.
Joao Paiva (FC Wohlen) jubelt über sein 3:0.
Ciriaco Sforza (FC Wohlen).
Joel Geissmann (l, FC Wohlen) gegen Roman Buess (FC Locarno).

FC Wohlen siegt 3:0 gegen Locarno

Christian Boss

Eine halbe Stunde nach dem Schlusspfiff ging Andy Wyder in die Umkleidegarderobe. Der Präsident des FC Wohlen bedankte sich bei jedem Spieler persönlich und mit einem Händedruck für die starken Leistungen. Dem Klubverantwortlichen fiel nach dem 3:0-Sieg gegen Locarno ein Stein vom Herzen. «Die Erwartungshaltung und der Druck vor dem Spiel waren riesig», blickte Wyder zurück. «Ich spürte, dass die Fans einen Sieg erwarteten. Mit einem Unentschieden wäre wohl keiner zufrieden gewesen. Dieser Erfolg gibt uns viel Moral für den Schlussspurt im Abstiegskampf. Jetzt bin ich optimistisch, ja sogar überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden.»

Dutzende von Glückwünschen

Nach dem Abstecher zur Mannschaft durfte Wyder im weiten Rund vom Stadion Niedermatten Dutzende von Glückwünschen entgegen nehmen. Mehr noch. Die Kurznachrichten auf seinem Handy nahmen ebenfalls kein Ende. Eine SMS kam ausgerechnet vom Erzrivalen FC Aarau. Sportchef Urs Bachmann meldete sich bei Wyder mit folgender Botschaft: «Gratulation zu diesem wichtigen Sieg, liebe Grüsse, Urs Bachmann.» – «Diese Aufmerksamkeit freut mich ganz besonders», erklärte Wyder. «Es zeigt die Verbundenheit zwischen den beiden besten Fussballklubs aus dem Aargau.»

Eine Kiste Bier und laute Musik

Während sich Wyder in aller Stille über den kleinen, aber wichtigen Befreiungsschlag im zähen Ringen um den Verbleib in der Challenge League freute, ging bei den Spielern die Post ab. Die Mannschaft von Trainer Ciriaco Sforza belohnte sich mit einer Kiste Bier und lauter Musik für das Erfolgserlebnis. Sforza war der Stress der 93 Minuten gegen Locarno deutlich anzusehen. Bevor er zum Interviewmarathon ansetzte, musste der 44-Jährige erst einmal runter kommen. Dann aber liess der Chef seiner Freude freien Lauf: «Unser Plan ist voll und ganz aufgegangen», sagte er. «Zu Beginn des Spiels ging es darum, keinen Treffer zu kassieren. Gegen Schluss wollten wir die Entscheidung. Exakt so ist es gelaufen. Nach drei Niederlagen in Folge war es wichtig, aus dem Loch zu kommen. Das haben die Spieler dank viel Einsatz, Willensstärke und Dynamik geschafft.»

Trainer Sforza spricht Klartext

Sforza wollte trotz des klaren 3:0 gegen Locarno nichts von einer Vorentscheidung wissen. «Wir haben noch nichts erreicht», sprach der Nachfolger von David Sesa Klartext. Tatsächlich ist das kleine Polster von drei Punkten längst kein Garantieschein. Am nächsten Wochenende geht das Fernduell zwischen den Freiämtern und den Tessinern weiter: Wohlen gastiert beim souveränen Leader Vaduz und Locarno empfängt das unberechenbare Winterthur.

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