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Wohler Abwehrchef: «Wir haben die Qualität, um Thun Paroli zu bieten»

Wohlens Captain Michael Winsauer (rechts) hofft heute gegen Thun auf eine Überraschung.

Wohlens Captain Michael Winsauer (rechts) hofft heute gegen Thun auf eine Überraschung.

Der Wohler Abwehrchef Michael Winsauer tippt auf einen Sieg gegen den FC Thun. Er fordert im heutigen Cupspiel von seiner Mannschaft vor allem defensive Stabilität.

Michael Winsauer, spielen Sie eigentlich Toto?

Michael Winsauer: Selten, weil ich oft verliere. Ich liege mit meinen Resultaten meistens daneben.

Was tippen Sie beim Cupspiel Wohlen – Thun?

Wir gewinnen 2:1.

Ein mutiger Tipp: Hat der FC Wohlen gegen die Berner Oberländer tatsächlich eine Chance?

Wir sind Aussenseiter. Umso wichtiger sind Tugenden wie Zweikampfverhalten, Laufarbeit und Aggressivität. Kassieren wir lange keinen Treffer, können wir Thun nervös machen. In der Offensive haben wir sicherlich die Qualität, um dem Super-League-Klub Paroli zu bieten.

Nur in der Offensive oder sprechen noch andere Aspekte für das Team?

Ich habe schon gesagt, dass wir lange ohne Gegentreffer bleiben müssen. Wir haben in den achtzehn Spielen der Vorrunde sechsmal zu null gespielt. Momentan steht unsere Viererabwehrkette ziemlich kompakt. Ein Nachteil ist sicherlich der verletzungsbedingte Ausfall von Rechtsverteidiger Pascal Thrier. Seine Erfahrung wäre wichtig. So richtig schlecht war unser Abwehrverhalten nur beim 0:5 in Vaduz, beim 3:5 in Aarau, beim 1:4 in Lugano und in der Schlussphase beim 3:3 gegen Wil. Solche Aussetzer dürfen wir uns nicht leisten.

Man kann am späten Samstagnachmittag von Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ausgehen. Thun ist sich gewohnt, auf Kunstrasen zu spielen. Das müsste Wohlen entgegenkommen. Welche Rolle spielen die schwierigen Terrainverhältnisse?

Ich sage es mal so: Je schlechter das Terrain, umso grösser sind unsere Chancen. Ausserdem ist es im Cup oft so, dass der Heimvorteil den Ausschlag gibt. Hoffentlich werden uns die Fans lautstark unterstützen.

Blicken wir auf die Vorrunde zurück: Trainer David Sesa hat immer gesagt, dass die Mannschaft die Klasse für einen Mittelfeldplatz hat. Momentan ist der FC Wohlen nur auf Rang neun platziert. Ist das Team unter Wert klassiert?

Unser primäres Ziel ist der Ligaerhalt, aber unsere Ambitionen sollten höher sein. Als Profi und ehrgeiziger Sportler kann ich mich nicht mit dem vorletzten Rang zufrieden geben. Mannschaften wie Chiasso und Biel liegen in unserer Reichweite. Locarno sowieso. Rang 6 oder 7 muss für uns eine Vorgabe sein.

Ihr Vertrag dauert bis zum nächsten Frühling. Bleiben Sie langfristig beim FC Wohlen oder kehren Sie in Ihre Heimat nach Österreich zurück?

Ich bin ja nicht nur Fussballer, sondern auch Skilehrer. Momentan habe ich ein Angebot von der Skischule Roter Teufel in Kitzbühel. Der FC Wohlen muss also Gas geben. Spass beiseite jetzt; die finanzielle Situation des FC Wohlen ist ernst genug. Ich werde mich erst dann mit meiner sportlichen Zukunft befassen, wenn wir den Ligaerhalt geschafft haben. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, noch eine Saison anzuhängen. Mir gefällt es in der Schweiz ausgezeichnet.

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