Challenge League
Wohlen will sich für die vergangenen Spiele rehabilitieren

Nach der frustrierenden Niederlage gegen den FC Biel, trifft der FC Wohlen am Samstagabend (17 Uhr) auf Schaffhausen. Im Hinspiel gelang der Mannschaft von Ciriaco Sforza auswärts ein 2:2-Unentschieden.

Ruedi Burkart
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Hatte nach dem letzten Spiel viel Gesprächsbedarf: Ciriaco Sforza.

Hatte nach dem letzten Spiel viel Gesprächsbedarf: Ciriaco Sforza.

foto-net / Alexander Wagner

Gerade mal 13 Stunden nach der 1:2-Niederlage in Biel mussten die FCW-Profis wieder ran. Trainer Ciriaco Sforza lud auf der Niedermatten zum Training. Frustbewältigung mittels schonungsloser Videoanalyse der Geschehnisse vom Vorabend war angesagt.

Die Erkenntnisse von Spieler und Staff waren indes keine neuen, die Gründe für die zweite Pleite innert vier Tagen erkannte jeder Zuschauer am Mittwoch im altehrwürdigen Gurzelen-Stadion selber.

«In der ersten Halbzeit waren wir viel zu passiv», so Sforza, «und zwar ab dem ersten Gegenangriff.»

Wir erinnern uns mit Schrecken: Nach 50 Sekunden fiel das 1:0 für Biel. Eine solche Spielweise könne er schlicht nicht akzeptieren, so Wohlens Trainer weiter. «Wir schenkten Biel die beiden Tore förmlich, weil wir nicht auf den Mann spielten, zu weit weg waren. Nein, das war nicht gut.»

Nach dem Seitenwechsel – und der Einwechslung von Kreativspieler Kakoko – sei sein Team besser ins Spiel gekommen.

«Da waren wir endlich aktiver und erspielten uns einige gute Möglichkeiten.» Doch weil Wohlens Hauptproblem nicht erst seit letztem Samstag das Toreschiessen ist, blieben die Freiämter auch nach 23 Runden auf 13 Punkten auf dem letzten Tabellenrang sitzen.

Schaffhausens kleine Baisse

Und am Samstag kommt mit Schaffhausen ausgerechnet der spielstarke Aufsteiger ins Freiamt. Die Gelbschwarzen von Trainer Maurizio Jacobacci waren bis vor zwei Wochen ein heisser Kandidat auf den direkten Durchmarsch in die Super League. Doch Schaffhausens Formkurve flachte zuletzt stark ab. Nach sieben Siegen in Serie resultierte aus den jüngsten Partien gegen Leader Vaduz (0:2) und Winterthur (1:1) nur noch ein Punkt. In der Tabelle liegt Schaffhausen mittlerweile acht Zähler hinter den Liechtensteinern zurück.

Wohlens Augenmerk gilt heute Abend selbstredend Schaffhausens Offensiv-Duo Rossini/Frontino. Patrick Rossini, Bruder von Kurzzeit-Nationalspieler Jonathan Rossini, schoss bisher 18 Tore, Teamkollege Gianluca Frontino (er war die Woche hindurch krank) deren Elf.

Gespannt darf man auch auf die Vorstellung von Johan Vonlanthen (28) sein. Der 40-fache Nationalspieler hielt sich vor einem Jahr beim FC Wohlen fit, ehe er zu GC wechselte.

Die Hoppers liehen ihn in der Winterpause an Schaffhausen aus. «Schaffhausen hat ein gutes Team, aber wir können gegen sie bestehen», so Sforza. «Wir wissen, dass wir Fussball spielen können.» Ein Lichtblick: Gegen Schaffhausen durften die Wohler einen der in dieser Saison so raren Erfolge feiern: auswärts gabs in der 10. Runde dank Toren von Winsauer und Rapp ein 2:2-Remis.

Fraglich auf Wohler Seite ist am Samstag der Einsatz von Innenverteidiger Alban Pnishi. Der Pechvogel fiel letzte Woche im Training ausgerechnet auf jenes Schlüsselbein, welches er schon einmal gebrochen hatte. Mit Schmerzen in der Schulter schaute der Pechvogel in Biel zu. Immerhin konnte er Entwarnung geben. «Gebrochen ist nichts», so der 23-Jährige.

Sforza und Zaugg – geht das?

Auf die Frage, wie ernst es ihm und Biels Trainer Bidu Zaugg mit den Plänen ist, einmal zusammen ein Team zu coachen, lacht Sforza laut heraus.

«Ja, ja, der Bidu! Zuerst einmal will ich hier in Wohlen meine Aufgaben machen.» Und dann, Ciriaco Sforza? «Dann schauen wir weiter», sagts und schmunzelt. Mit anderen Worten: Erst mit dem FCW den Ligaerhalt schaffen, alles andere kann warten.

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