FC Wohlen
Wohlen verliert zum dritten Mal in Folge - 0:1 gegen Chiasso

Der FC Wohlen zeigte eine ansprechende Partie mit einigen guten Torszenen. Brahimi verschoss einen Penalty und scheiterte immer wieder am Tessiner Torhüter. Chiasso nützte seine einzige Chance eiskalt zum 1:0 aus.

Dean Fuss (Text) und Timon Richner (Liveticker)
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Wieder nichts! Wohlen verliert zuhause 0:1 gegen den FC Chiasso.

Wieder nichts! Wohlen verliert zuhause 0:1 gegen den FC Chiasso.

Keystone

Der FC Wohlen drückt nochmals auf den Ausgleichstreffer. Die Freiämter kommen nach Eckbällen zu ihren letzten Chancen. Doch rein will der Ball in diesen Schlussminuten nicht mehr. Es bleibt beim aus Wohler Sicht unglücklichen 0:1. Die Mannschaft von Trainer Ciriaco Sforza verliert auch das dritte Heimspiel der Rückrunde – nach dem 1:2 gegen Biel und dem 0:2 gegen Schaffhausen nun ein 0:1 gegen Chiasso.

«Chiasso ist quasi mit dem Mannschaftsbus vors Tor gefahren», sagte Alain Schultz, der den erkrankten Alban Pnishi als Captain vertrat, nach Spielschluss. Er brachte so die Taktik der Gäste auf den Punkt, die spätestens nach der Pause auf ultradefensiv umschalteten und sich zurückzogen. Dass es überhaupt so weit hatte kommen können, hatte zwei ganz einfache Gründe: eine gehörige Portion Pech und mangelnde Chancenverwertung.

Tahiraj findet das Gegentor «Schade»

Die Namen Flamur Tahiraj und Mergim Brahimi stehen für je einen der beiden Fakten. Torhüter Tahiraj, weil er in der 24. Minute ein in seiner Entstehung äusserst unglückliches Gegentor hinnehmen musste: Nach einem Rückpass von Mario Bühler neben das Tor versprang dem 28-Jährigen der Ball. Sein Befreiungsschlag landete wenige Meter vor der Strafraumgrenze und zentral bei der Tessiner Offensivkraft Hassell. Dieser liess sich die Chance nicht entgehen, umspielte Haxhi Neziraj und überwand auch den ins Tor zurückgeeilten Tahiraj kaltblütig. «Was soll ich machen? Der Ball ist unglücklich versprungen. Schade», kommentierte Tahiraj seinen Lapsus.

Ausgerechnet er avancierte gegen Chiasso zum Pechvogel. Er, der zum ersten Mal in dieser Saison in einem Ligaspiel das Tor der Wohler hüten durfte. Ein unglücklicher Einstieg fast fünf Monate nach seinem letzten Ernstkampf – damals war sein Auftritt im Cup-Achtelfinal gegen den FC Basel (1:3) tadellos gewesen.

Weil Stammtorhüter Joel Kiassumbua in den kommenden Tagen mit der kongolesischen Nationalmannschaft unterwegs ist, wird Tahiraj auch in einer Woche im Heimspiel gegen Lugano im Tor stehen und dort Gelegenheit erhalten, sich zu rehabilitieren.

Am Samstag geht es gegen Lugano weiter

Offensivspieler Brahimi, weil er nur fünf Minuten nach dem Gegentor einen glasklaren Penalty etwas gar nonchalant an den linken Aussenpfosten setzte. Es waren die beiden Ausrufezeichen einer Partie, der einzig und allein das Heimteam den Stempel aufgedrückt hatte, und doch fehlte das Erfolgserlebnis für die Freiämter. «Wir hatten genug Chancen, um die Partie zu drehen. Und das, obwohl Chiasso nach dem Gegentreffer sehr defensiv stand», sagte Trainer Sforza. Trotz drei Heimniederlagen in Serie, Zweifel an der Stärke seines Teams kommen bei ihm nicht auf.

Ebenso sieht es Tahiraj: «Jede gute Mannschaft hat solche Phasen, in denen einfach der Wurm drin ist. Abhaken und nach vorne schauen.» Gesagt, getan. Am kommenden Samstag steht mit der Nachholpartie gegen Lugano (17.45 Uhr) das vierte Heimspiel in Serie auf dem Programm.

Der Liveticker zum Nachlesen: