Challenge League

Wohlen-Präsident Lucien Tschachtli vor dem Aargauer Derby: «Jetzt hauen wir Aarau weg»

Im letzten Aargauer Derby konnte sich der FC Aarau knapp mit 2:1 durchsetzen.

Im letzten Aargauer Derby konnte sich der FC Aarau knapp mit 2:1 durchsetzen.

«Jetzt hauen wir Aarau weg.» Lucien Tschachtli setzt die Messlatte für seinen FC Wohlen vor dem Derby gegen Aarau ziemlich hoch. Besonders wenn man bedenkt, dass Wohlen dieses noch nie gewinnen konnte.

Ist es Übermut? Verzweiflung? Oder Angriff im richtigen Moment? «Jetzt hauen wir Aarau weg», posaunt Wohlen-Präsident Lucien Tschachtli im «Wohler Anzeiger». Im Gespräch mit der «Schweiz am Wochenende» legt Tschachtli nach: «Wir sind im Formhoch. Wenn ich hingegen den FC Aarau sehe, habe ich das Gefühl, dass der Biss und der letzte Wille nicht vorhanden sind.» Happige Aussagen, die getrieben sind vom ganz grossen Ziel des FC Wohlen: nach dem 16. Aargauer Kantonsderby heute Abend erstmals als Sieger vom Platz zu gehen.

«Wir sind im Formhoch. Wenn ich hingegen den FC Aarau sehe, habe ich das Gefühl, dass der Biss und der letzte Wille nicht vorhanden sind.»

Lucien Tschachtli, Präsident FC Wohlen

«Wir sind im Formhoch. Wenn ich hingegen den FC Aarau sehe, habe ich das Gefühl, dass der Biss und der letzte Wille nicht vorhanden sind.»

Ja, Aarau befindet sich nach vier Niederlagen in einer Krise. Nicht nur in einer Resultatkrise, spielerisch konnte die Mannschaft ebenfalls nicht überzeugen. Die von Klubführung und Trainer erhoffte Befreiung nach der Vertragsverlängerung mit Marco Schällibaum blieb aus. So gesehen, sind die Vorzeichen für einen Wohlen-Sieg im Derby so gut wie nie.

Doch halt: Den FC Wohlen als Favoriten zu bezeichnen, wäre genauso falsch. An der Aussage von Tschachtli, der FCW sei im Formhoch, ist zwar etwas dran. Doch ausser einem 4:1-Auswärtssieg gegen den sportlich scheintoten FC Wil hat dieses «Formhoch» punktemässig nichts eingebracht. Und gute Leistungen in Zählbares umzumünzen, ist eben auch eine Stärke. Oder im Fall von Wohlen eine Schwäche, weil ihm dies nicht gelingt.

Und sowieso: Derbys haben etwas von Cupspielen, haben eigene Gesetze. Bezogen auf Aarau - Wohlen bedeutet das: Die Freiämter können gegen den grossen Nachbarn einfach nicht gewinnen.

«Wir haben vier Mal in Serie verloren, Favorit sind wir nicht. Wohlen wird alles unternehmen für den Sieg. Wir müssen alles unternehmen, das zu verhindern.»

Marco Schällibaum, Trainer FC Aarau

«Wir haben vier Mal in Serie verloren, Favorit sind wir nicht. Wohlen wird alles unternehmen für den Sieg. Wir müssen alles unternehmen, das zu verhindern.»

Marco Schällibaum und sein Trainerteam tun alles dafür, dass dieses Gesetz auch heute Gültigkeit hat. Nach dem Aufwärmen am Vormittag verzieht sich die Mannschaft nach Oberentfelden ins Hotel Aarau West, um dort den Fokus auf das wichtigste der noch neun ausstehenden Spiele zu verlegen: Eine Derby-Niederlage würde die eh schon grosse Anspannung im und um den FCA erheblich vergrössern. Schällibaum zur Ausgangslage: «Wir haben vier Mal in Serie verloren, Favorit sind wir nicht. Wohlen wird alles unternehmen für den Sieg. Wir müssen alles unternehmen, das zu verhindern.»

Das Schlusswort gehört Lucien Tschachtli: «Es ist angerichtet für den ersten Derbysieg des FC Wohlen.» Übermut? Verzweiflung? Oder Angriff im richtigen Moment? Antworten gibt es ab 19 Uhr im Brügglifeld.

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