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Wohlen oder Muri: Wer ist die Nummer 1 im Freiamt?

Adrian Studerus von Handball Wohlen kämpft sich im Cup gegen Kadetten Schaffhausen durch. Fabio Baranzini

Adrian Studerus von Handball Wohlen kämpft sich im Cup gegen Kadetten Schaffhausen durch. Fabio Baranzini

Am Samstag kommt es beim Auftakt der Finalrunde der 1. Liga zum Derby zwischen Wohlen und Muri.

In den letzten Jahren war der TV Muri die unbestrittene Nummer 1 im Freiämter Handballsport. Doch nachdem Handball Wohlen vorletzte Saison den Aufstieg in die 1. Liga geschafft hatte, haben sie den Murianern diese Position streitig gemacht. Die letzten vier Direktduelle – zwei in der Saison 15/16, zwei in der laufenden Spielzeit – gingen allesamt an Handball Wohlen. Das letzte Kräftemessen kurz vor Weihnachten entschieden die Wohler mit 30:24 klar für sich. Bereits zur Halbzeit hatten die Wohler dabei mit 18:10 geführt. «In der ersten Halbzeit hatten wir überhaupt keine Chance», gibt TV-Muri-Trainer Claude Bruggmann rückblickend unumwunden zu.

Am Samstag (17.45 Uhr, Hofmatten Wohlen) haben die Murianer die Chance, ihre Niederlagen-Serie gegen Wohlen zu durchbrechen und den Erzrivalen endlich wieder zu bezwingen. «Im letzten Derby waren wir blockiert und hatten zu viel Respekt vor Wohlen. Das wird uns nicht noch einmal passieren. Auch taktisch werden wir sicherlich anders auftreten», verspricht Claude Bruggmann.

Zwei wichtige Absenzen

Die Chancen, dass der TV Muri gewinnt, sind durchaus intakt, denn Handball Wohlen hat in diesem Spiel zwei gewichtige Absenzen zu verzeichnen: «Im Rückraum wird uns Stefan Sprenger fehlen, der im Ausland weilt, und unser Kreisläufer Lukas Kleiner hat sich den Mittelfinger gebrochen und fällt daher ebenfalls aus», sagt Wohlens Trainer Daniel Lehmann. Entsprechend sieht er die Murianer gar leicht im Vorteil. «Es wird ein sehr enges Spiel, bei dem es um viel geht. Wir wollen die Nummer 1 im Freiamt bleiben, und Muri will diese Position unbedingt zurückholen.» Für Spannung ist in den Hofmatten am Samstag also definitiv gesorgt.

Aufstieg nicht das primäre Ziel

Das dritte Derby in der laufenden Saison ist sogleich auch der Startschuss zur Finalrunde der 1. Liga. Und dafür haben sich die beiden Freiämter Vertreter dank den Qualifikationsrängen eins (Wohlen) und zwei (Muri) souverän qualifiziert. In der Finalrunde kämpfen neben Wohlen und Muri noch sechs weitere Teams um einen der ersten beiden Ränge, die zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Nationalliga B berechtigen.

Das wohl stärkste Team der Gruppe ist der HSC Kreuzlingen. Darin sind sich die beiden Trainer der Freiämter Vertreter einig. Dahinter präsentiert sich die Ausgangslage dagegen sehr offen. «Die Teams sind allesamt ähnlich stark», sagt Bruggmann.

Entsprechend schwer fällt es dem Mann an der Seitenlinie des TV Muri, einzuschätzen, wozu seine Equipe in der Lage sein wird. «Wir haben uns kein klares Ziel gesteckt. Wir wollen aus jedem Match das Beste rausholen. Wenn wir gut spielen, können wir mit jedem Gegner mithalten, aber es braucht nicht viel, und wir sind plötzlich auf den hinteren Rängen.» Auch bei Handball Wohlen gibt man sich bei der Zielformulierung für die Finalrunde vorsichtig. «Wir nehmen Spiel für Spiel. Der Aufstieg ist nicht unser primäres Ziel, aber wenn wir es schaffen sollten, dann nehmen wir ihn natürlich gerne an», sagt Daniel Lehmann. Mit einem Derbysieg in die Finalrunde zu starten, wäre jedoch ohne Frage für beide Equipen eine Motivationsspritze.

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