Challenge League
Wohlen kommt gegen Biel nur zu einem Remis

Der FC Wohlen und Biel trennen sich in einem mässigen Spiel leistungsgerecht 0:0. Wohlen-Trainer David Sesa hat nach den letzten Pleiten immerhin eines erreicht: Defensive Stabilität. Im Spiel nach vorne lieft aber nicht viel.

Ruedi Kuhn
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Symptomatisch: Gaspar (Mitte) und Weller (r.) behindern sich im Strafraum gegenseitig. Gerry frei

Symptomatisch: Gaspar (Mitte) und Weller (r.) behindern sich im Strafraum gegenseitig. Gerry frei

Für einmal geriet der sportliche Aspekt zur Nebensache. Weil es keine Tore gab und der Unterhaltungswert des Spiels mässig war, interessierte nach dem Schlusspfiff vor allem die Verletztenliste. Der Wohler Mannschaftsarzt Peter Schubiger brauchte sich über mangelnde Arbeit nicht zu beklagen. In der Startphase erwischte es Captain Michael Winsauer, der an der Seitenlinie mit einem Brummschädel minutenlang gepflegt werden musste. Der 30-jährige Österreicher erhielt einen dicken Verband und hielt trotz Schmerzen bis zum Schlusspfiff durch.

Hodzic lieg flach

Nach einer Stunde lag auch Teamkollege Selver Hodzic flach. Der 33-jährige Abwehrspieler zog sich bei einem Zweikampf aller Voraussicht nach einen Nasenbeinbruch zu und soll kurzzeitig sogar bewusstlos gewesen sein. Für eine genaue Untersuchung wurde Hodzic gestern Abend ins Spital nach Muri gebracht. Dass die beiden Innenverteidiger des FC Wohlen mit Ellbogenchecks niedergestreckt wurden, ist eine üble Sache. Beide Male war der Bieler Stürmer Matar Coly der Bösewicht. Dass der Nigerianer ungeschoren davon kam, ist ein schlechter Witz. Ein sehr schlechter Witz sogar.

Ungeschoren davon kamen auch die beiden Torhüter Giovanni Proietti und Laurent Walthert. Dass es am Ende beim 0:0 blieb, entbehrte keineswegs einer gewissen Logik. Für den Wohler Trainer David Sesa stand nach den neun Gegentreffern gegen Lugano (1:4) und Vaduz (0:5) eines fest: Defensive Stabilität muss her. Dieses Ziel hat Sesa zweifellos erreicht. Was das Abwehrverhalten betrifft, klappte das 3-4-1-2-System quasi reibungslos. Im Spiel nach vorne lief allerdings nicht viel. Die erste Halbzeit war schwach. Beide Mannschaften überboten sich in Sachen Fehlpässe und Missverständnisse. Es dauerte bis zur 25. Minute, ehe Charles Doudin für den Gastklub die erste Grosschance hatte, das Ziel mit einem Flachschuss allerdings knapp verfehlte. Auf der Gegenseite vergab Cristian Ianu nach Vorarbeit von Thomas Weller die einzige Möglichkeit.

Partie nach dem Wechsel besser

Nach dem Wechsel wurde die Partie etwas besser. Sergio Bastida traf in der 69. Minute mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze die Latte. Gaspar und Ianu verpassten kurze Zeit später nach einer Flanke von Etienne Manca das 1:0 ebenfalls nur um Haaresbreite. Biel verlegte sich mehrheitlich auf Konter und war nur dann gefährlich, wenn der pfeilschnelle Giuseppe Morello zu einem Alleingang ansetzte. Bleibt die gute Nachricht, dass der FC Wohlen dank der Nullnummer den Vorsprung auf den Tabellenletzten Locarno von vier auf fünf Punkte vergrössern konnte.

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