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Wohlen-Innenverteidiger Pnishi: «Ich bin reif für die Super League»

Wohlens Innenverteidiger Alban Pnishi (links) freut sich mit Teamkollegen über einen Wohler Treffer.

Wohlens Innenverteidiger Alban Pnishi (links) freut sich mit Teamkollegen über einen Wohler Treffer.

Wohlens Captain Alban Pnishi spielt seit 2009 bei den Freiämtern. Nun spricht er vor dem Spiel in Winterthur (Donnerstag, 19.45 Uhr) über Emotionen, Angebote und Herausforderungen.

Alban Pnishi, sind Sie ein Provokateur?

Alban Pnishi: Nein, überhaupt nicht. Ich bin eher der ruhige Typ und schreie nicht sinnlos im Zeug herum. Wenn mir allerdings etwas nicht passt, dann wehre ich mich. Schliesslich bin ich der Captain des FC Wohlen.

Sie sorgten nach Roman Buess’ spätem Siegestreffer zum 2:1 gegen Lugano für Wirbel: Ihretwegen kam es zu tumultartigen Szenen vor der Spielerbank der Tessiner. Was sagen Sie dazu?

Roman Buess rannte nach dem Siegestreffer in Richtung Corner-Fahne und liess sich feiern. Ich sprintete über das halbe Spielfeld, freute mich riesig und heizte unsere Fans mit Gesten zusätzlich an. All das war nicht negativ gemeint und schon gar nicht gegen die Tessiner gerichtet. Sehen Sie: Wir haben zuletzt dreimal in Folge verloren. Der Gewinn der drei Punkte gegen Lugano war für uns ein Befreiungsschlag. Das waren keine Provokationen, sondern schlicht und einfach Emotionen.

Nach Wohlen-Sieg in Nachspielzeit gibt es ein Gerangel unter den Spielern

Nach Wohlen-Sieg in Nachspielzeit gibt es ein Gerangel unter den Spielern

Das haben die Lugano-Spieler wohl etwas anders gesehen.

Für unseren Gegner war das späte Tor natürlich bitter. Aber noch einmal: Ich wollte niemanden provozieren. Nach den hektischen Szenen habe ich mich mit Lugano-Trainer Livio Bordoli ausgesprochen. Damit war die Sache erledigt.

Sportlich lief es vor dem 2:1-Sieg gegen Lugano nicht rund: Und neutrale Beobachter sagten nach dem Spiel, dass die Tessiner eher besser gewesen wären als der FC Wohlen. Einverstanden?

In der ersten Halbzeit spielte Lugano tatsächlich besser. Die zweite Hälfte war ausgeglichen und geprägt von Kampf und Einsatz. Wir haben nach den drei Heimniederlagen gegen Biel, Schaffhausen und Chiasso eine Reaktion gezeigt. Wir konnten das Glück auf unsere Seite zwingen. Jenes Glück, das uns beim 0:1 gegen Chiasso gefehlt hat.

Wie beurteilen Sie die Ausgangslage vor dem Spiel am Donnerstag in Winterthur?

Der FC Winterthur liegt uns: Gegen die Zürcher haben wir in der Vorrunde 2:0 und 1:0 gewonnen. Wir wollen den Sieg auch diesmal unbedingt. Schliesslich geht es für uns am nächsten Montag in einer Woche in Genf gegen Servette um die Tabellenspitze.

Kommen wir zu Ihrer persönlichen Situation: Ihr Vertrag mit dem FC Wohlen läuft aus. Ist es nach sechs Jahren nicht an der Zeit, eine neue Herausforderung zu suchen?

Das kann man so sehen. Ich bin 24 Jahre alt und reif für die Super League. Ich will zwar nichts erzwingen, aber den nächsten Schritt machen. Bezüglich meiner sportlichen Zukunft kann ich Ihnen nichts Konkretes sagen. Ich habe mit Wohlen-Präsident Lucien Tschachtli und dem Sportlichen Leiter Martin Rueda mehrere Gespräche geführt. Tschachtli wollte mit mir schon in der Vorrunde den Vertrag verlängern.

Spielen Sie in der nächsten Saison in der Super oder der Challenge League?

Schwierig zu sagen. Mein Ziel ist die Super League. Aber es ist zu früh, um Definitives zu sagen.

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