FC Wohlen
Wohlen gegen Lugano mit viel Aufwand, aber ohne Ertrag

Eine Woche nach dem 3:0-Sieg in Chiasso verliert der FC Wohlen gegen Lugano vor 1292 Zuschauern mit 0:2. Silvan Aegerter brachte die Tessiner mit einem Kopfball nach einem Freistoss von Massimo Bonanni bereits nach elf Minuten in Führung.

Ruedi Kuhn
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Thomas Weller rechts, wird von Burgmeier mitte, und Cvetinovic links in die Zange genommen.

Thomas Weller rechts, wird von Burgmeier mitte, und Cvetinovic links in die Zange genommen.

GF

Im Stadio Cornaredo war es wie so oft im Fussball. Treffen zwei gleichwertige Mannschaften aufeinander, dann entscheidet ein ruhender Ball. Nachdem Massimo Bonanni in der elften Minute einen Freistoss aus knapp 30 Metern mit viel Drall in den Fünfmeterraum zirkelte, köpfelte Silvan Aegerter den Ball aus sechs Metern ins Tor. Der frühere Thuner und FCZ-Spieler stand bei seinem Abschlussversuch mutterseelenallein und konnte sich die Ecke aussuchen. Lugano also nützte seine erste Chance zum Führungstreffer. Nach diesem Erfolgserlebnis beschränkte sich die Mannschaft von Trainer Raimondo Ponte zur Enttäuschung der 1292 Zuschauer nur noch auf die Verwaltung des Vorsprungs. Und hatte damit Erfolg.

Remis wäre möglich gewesen

Weil der FC Wohlen gegen Ende der Partie voll auf die Karte Risiko setzte, lief es nach 83 Minuten in einen Konter. Flamur Tahiraj schätzte einen weiten Ball von Aegerter falsch ein, eilte zur Unzeit aus dem Tor und verpasste den Befreiungsschlag. Carlos Da Silva nützte den Fehler des Keepers und erzielte mit einem Flachschuss aus rund 35 Metern das 2:0. Der FC Wohlen war geschlagen. Von einem Gegner, der mit Aegerter und Bonanni zwar zwei Klassespieler in seinen Reihen hatte, sonst aber weitgehend enttäuschte.

Ein Unentschieden wäre für den Freiämter Challenge-Ligisten zweifellos möglich gewesen. «Lugano war nicht besser als wir», sagte David Sesa nach dem Spiel. Der Trainer des FC Wohlen traf mit dieser Kurzanalyse den Nagel auf den Kopf. Zwingend war die Niederlage keinesfalls. Aber wer im Abschluss so harmlos agiert, muss sich am Schluss nicht wundern, wenn er mit leeren Händen dasteht. Von den beiden Stürmern Gaspar und Cristian Ianu war nichts zu sehen. Und das Mittelfeld konnte in offensiver Hinsicht kaum Akzente setzen. Für die grösste Gefahr sorgten auf der linken Seite Thomas Weller und Hemza Mihoubi.

«Keine schlechte Figur gemacht»

So blieb am Ende aus Sicht des FC Wohlen die bittere Erkenntnis: viel Aufwand, aber kein Ertrag, viel Ballbesitz, aber keine hochkarätigen Möglichkeiten. Trotzdem war Sesa mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden und sagte: «Wir haben keine schlechte Figur gemacht. Vor dem gegnerischen Tor waren wir allerdings zu wenig entschlossen und zu wenig kaltblütig. Trotzdem hätten wir einen Punkt holen müssen.»

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