Challenge League
Wohlen droht auch Kevin Pezzoni zu verlieren

Der FC Wohlen trainiert wieder und bereitet sich auf die neue Challenge-League-Saison vor. Beim Auftakt am Montag bleiben jedoch einige Fragen unbeantwortet.

Nicola Imfeld
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Kevin Pezzoni: Seine Tage in Wohlen sind wohl gezählt.

Kevin Pezzoni: Seine Tage in Wohlen sind wohl gezählt.

KEYSTONE

Leichter Nieselregen begleitet den ersten Wohler Trainingstag der neuen Saison. Es ist womöglich eine der letzten Einheiten für Defensiv-Spezialist Kevin Pezzoni. Der 26-Jährige war einer der besten FCW-Spieler der abgelaufenen Spielzeit. Der Ex-Kölner wurde in der laufenden Transferperiode schon mit dem Grasshopper Club Zürich in Verbindung gebracht.

«Er ist noch bei uns und trainiert voll mit», sagte Neo-Trainer Martin Rueda wenig verheissungsvoll. Ein Abgang Pezzonis ist wahrscheinlich. Mit ihm würde ein weiteres wichtiges Puzzleteil der Freiämter Erfolgsmannschaft 2014/2015 verloren gehen.

Doch nicht nur über einen Abgang Pezzonis müssen sich die Wohlen-Fans fürchten. Mergim Brahimi trainierte gestern nicht mit. Offizielle Begründung: Der 22-Jährige sei krank, wann er zurückkehrt, sei offen. Neben Brahimi fehlte auch Stammtorhüter Joel Kiassumbua. Goalie-Trainer Boris Ivkovic erklärte: «Joel spielte gestern mit der Demokratischen Republik Kongo und gewann 2:1 gegen Madagaskar. Er wird erst nächste Woche ins Training zurückkehren.»

Neue Innenverteidiger gesucht

20 Spieler absolvierten die ersten beiden Lektionen des neuen Trainers Martin Rueda, der in der vergangenen Saison bereits Sportchef bei den Freiämtern war und diese Funktion auch weiterführen wird. Etwas wird schnell sichtbar: Der schweizerisch-spanische Doppelbürger legt viel Wert auf ein gepflegtes Kurzpassspiel. Pezzoni und Co. mussten rund eine Stunde Ballhalten auf engstem Raum üben. «Wir wollen uns bis zum Saisonstart im taktischen und technischen Bereich weiterentwickeln», so der 52-Jährige.

Rueda wird aber nicht nur als Trainer gefordert sein, denn die drei Stammspieler Roman Buess (Thun), Alban Pnishi (GC) und Mario Bühler (Vaduz) wurden noch nicht ersetzt. Gerade die starke Innenverteidigung um Pnishi und Bühler muss völlig neu formiert werden. «In der Verteidigung müssen wir uns auf jeden Fall verstärken», gibt Rueda zu. Dennoch sieht er keinen Grund zur Eile. «Wir müssen erst einmal abwarten, wer uns noch alles verlässt.»

Romano geht, Balmer kommt

Es gibt aber auch neue Gesichter an diesem trüben Tag in den Wohler Reihen. Daniel Balmer, welcher aus der Nachwuchsabteilung St. Gallens kommt, ersetzt den ehemaligen Assistenz-Trainer Umberto Romano, der zukünftig die U18 des FC Winterthur trainieren wird. «Ich kenne Daniel sehr gut, er unterstützt mich während der Vorbereitungsphase», sagt Rueda. Ob Balmer auch als Co-Trainer in die Saison steigen wird, ist noch offen.

Ausserdem trainierte mit Luiyi Lugo ein neuer Akteur mit. Der Stürmer des FC Baden, ist ebenso im Probetraining wie ein Angreifer aus Deutschland. Einer von ihnen soll wohl Buess ersetzen. «Mal sehen», sagt Rueda bloss zu seinen zwei Testspielern.