FC Wohlen

Wohlen ballert sich in die Achtelfinals gegen den FC Thun

Kaltschnäuzig und souverän: Der FC Wohlen erfüllt die Pflichtaufgabe im Schweizer Cup mit dem 4:0 beim starken Erstligisten Grenchen und empfängt in den Achtelfinals denFC Thun.

Mit dem glatten Auswärtssieg erreicht der FC Wohlen zum dritten Mal in Serie die Runde der letzten 16 im Schweizer Cup. 2010 und 2011 scheiterten die Freiämter bei Fussball-Festspielen auf der Niedermatten jeweils nur knapp mit 1:2 an GC und Luzern. Dieses Jahr trifft Wohlen am etwas irritierenden und zuschauerunfreundlichen Spieldatum vom 8./9. Dezember zuhause auf den FC Thun. «Ein Team aus der Super League verleiht immer Motivation. Wir rechnen uns durchaus Chancen aus», sagte Wohlen-Trainer David Sesa gestern Abend nach der Auslosung.

Erstmals mit Gaspar und Ianu

Gegen Erstligist Grenchen, der in den letzten zehn Partien nur einmal verlor, setzte sich der Favorit ohne Blösse durch. Sesa sprach von einer «schnörkellosen, einwandfreien Leistung» seines Teams, das dank den Toren nach einer Viertelstunde zum 1:0 und kurz nach Wiederanpfiff zum 2:0 die Partie schon früh in vorteilhafte Bahnen lenken konnte. Grenchen, das mit dem Aargauer Rafed Bayazi als einzige Sturmspitze agierte, spielte zwar flott mit, vermochte Wohlen-Keeper Tahiraj indes nicht zu bezwingen.

Die Aargauer starteten erstmals mit den beiden Top-Offensivspielern Gaspar und Cristian Ianu gemeinsam in der Startformation. Um es vorwegzunehmen: Das Duo harmonierte gut und hatte entscheidenden Anteil an Wohlens Weiterkommen. Gaspar brachte Wohlen in Führung, der Brasilianer markierte mit einem lässigen Lupfer über Grenchen-Goalie Dieng hinweg seinen erst zweiten Saisontreffer (17./0:1). Danach schaltete Wohlen zwei Gänge zurück und agierte erstaunlich passiv.

«Heikle Aufgabe gut gelöst»

Auf den Minimalismus der ersten Hälfte liess Wohlen nach dem Tee drei sehenswerte Tore zum höchsten Saisonsieg folgen. Beim 2:0 kriegt Ianu die Kugel von Gaspar mustergültig aufgelegt, das 3:0 erzielt Mveng mittels herrlicher Direktabnahme nach einer Ianu-Flanke, beim 4:0 vollendet Verteidiger Hodzic einen Konter mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze. «Unser Auftritt war seriös, wir sind verdient eine Runde weitergekommen», resümierte Ianu. «Wir haben eine heikle Aufgabe gut gelöst», sagte Goalie Flamur Tahiraj, der mit Mittelfeld-Abräumer Matteus Senkal zu den besten Wohlern zählte.

Und Grenchen? Der Traditionsverein blickt vor allem auf eine ruhmreiche Vergangenheit zurück (Cupsieger 1959). Die schmucke Sportanlage Brühl, gemäss einem Grenchner Radio-Journalisten «das schönste Stadion im Mittelland mit der besten Schweinsbratwurst der Schweiz», gewährt mit 15000 Plätzen gute Voraussetzungen auch für künftige sportliche Erfolge.

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