Regionalsport

Wohlen als TV-Knüller

FC Wohlen verliert gegen Délémont

FC Wohlen verliert gegen Délémont

Das Schweizer Sportfernsehen überträgt die drei nächsten Spiele des FC Wohlen gegen Vaduz, Kriens und GC.

Fussball am Montagabend? Das Schweizer Sportfernsehen (SFF) machts möglich. Wohlens Heimspiel heute gegen Aufstiegsanwärter FC Vaduz mit Anpfiff um 20.10 Uhr können Sie entweder in der Niedermatten oder in der guten Stube verfolgen. Über die Bildqualität lässt sich zu solch später Stunde und bei einer Flutlichtanlage mit 314 Lux zwar streiten, aber dass Wohlen innert dreier Wochen gleich dreimal über den Bildschirm flimmert, ist nun wirklich ein kleiner Hammer.

Ein Marketingargument?

Bleibt die Frage, ob die Plattform vom immer noch in den Kinderschuhen steckenden SFF für die Wohler attraktiv genug ist, um bei den Sponsoren und Geldgebern wirtschaftlichen Profit herauszuschlagen. Was die Zuschauerzahlen der Spiele vom Montag betrifft, gibt es grosse Unterschiede. Den Spitzenwert diese Saison erreichte Vaduz - Lugano (344800). Schaffhausen gegen Servette sahen 333100. Die Werte der Heimspiele des FC Aarau sind tiefer. Beim 2:0 gegen Locarno waren es 184200, beim 2:3 gegen Vaduz nur 144600 Zuseher. Wil gegen Wohlen sahen 198000. Eine Woche nach der Partie gegen die Liechtensteiner gastiert Wohlen beim SC Kriens. Und am 21. November um 15Uhr kommts im Freiamt zum Cupachtelfinal-Knüller gegen die Grasshoppers. Beide Male ist das SFF live dabei. Programmleiterin und Moderatorin Claudia Lässer freut sich auf die Spiele mit Wohlen. «Was den Cup betrifft», sagt sie, «hatten wir die Qual der Wahl. Wir hätten St. Gallen gegen Thun zeigen können. Weil die Challenge League aber unser Flaggschiff ist, entschieden wir uns für Wohlen gegen GC.»

Sportfernsehen will ausbauen

Die 34-jährige Lässer ist seit 2008 mit dabei und hat das SFF zusammen mit Tom Ruegge auf- und ausgebaut. Ihre Tätigkeit bezeichnet sie als absoluten Traumjob. Mit Jörg Stiel, Sven Heidfeld, Dave Dollé und Paul Laciga hat sie nach eigener Aussage wichtige und bekannte Gesichter verpflichtet. Drei Jahre nach der Geburtsstunde wird das Baby SFF flügge. Gingen die Sendungen zu Beginn noch auf Star TV über die Bühne, hat man nun einen eigenen Kanal.

Lässer ist glücklich darüber, dass sowohl die Zusammenarbeit mit der Swiss Football League als auch jene mit dem Schweizer Fernsehen gut klappt. Besonders stolz ist die Blondine auf die Talentshow «Einer wie Beni Thurnheer». Sie hat dieses Projekt selbst entworfen. In naher Zukunft möchte sie nun die Berichterstattung über die Challenge League ausbauen.

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