Badminton
«Wir wollen vorne mitspielen»

In der Interclub-Meisterschaft holte das Team Argovia bei Uni Basel ein 4:4

Georges Küng
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Roger Schmid und das Team Argovia spielen am Sonntag ihr erstes Heimspiel der laufenden Saison.

Roger Schmid und das Team Argovia spielen am Sonntag ihr erstes Heimspiel der laufenden Saison.

Kenneth Nars

Hätte sich der BC Solothurn am Ende der Saison 2013/14 nicht aus der Nationalliga A zurückgezogen – das Team Argovia wäre in die Nationalliga B abgestiegen. So verblieben die Aargauer aber «am grünen Tisch» im Oberhaus. Doch das Gestern interessiert nicht mehr, das ganze Augenmerk der Klubverantwortlichen mit Präsident Adrian Bärtschi (36) an der Spitze gilt der Gegenwart und Zukunft. Und diese begann sportlich verheissungsvoll.

In einem stimmungsvollen Ambiente im Vitis Center Allschwil, und unterstützt von einigen Supportern, schaffte Argovia gegen den letztjährigen Playoff-Halbfinalisten Uni Basel ein verdientes Remis. «Wenn ich an die fünf vergebenen Matchbälle im zweiten Männerdoppel denke, so wäre auch ein Sieg möglich gewesen», bilanzierte der Präsident. Bärtschi dachte da an Hafiz Shaharudin und Roger Schmid, welche in einer Hitchcock-Partie den dritten Satz mit 23:25 verloren.

Auch Uni Basel hatte seine Chancen

Aber auch Rémy Matthey de l’Etang (44), der unverwüstliche ex-Nationalspieler, Coach und Spielertrainer der Basler, sagte: «Einige Partien hätten durchaus auch anders enden können. Ich glaube, wir sahen umkämpfte Spiele auf gutem Niveau. Die Meisterschaft dürfte spannend werden und ausgeglichen verlaufen», so der «Mister Badminton» im Basler und nationalen Badminton.

Und auch wenn de l’Etang sein Team «eher in der zweiten Ta- bellenhälfte sieht», darf man sicher sein, dass Uni Basel ebenfalls Ambitionen hegt, seine letztjährige Klassierung zu wiederholen. Umso mehr, als die Basler ein starkes Ausländer-Trio verpflichtet haben.

Eine ausgeglichene Saison?

In der Tat wird heuer eine NLA-Meisterschaft erwartet, in welcher es weder einen klaren Titelfavoriten noch einen designierten Absteiger gibt. Präsident Bärtschi war nach der letzten Partie (das Mixed-Doppel, das für die Aargauer den Ausgleich bedeutete) überzeugt, dass «wir noch viel Luft nach oben haben». Und glaubt, dass «wir fähig sind, unter die vier Ersten zu kommen».

Das Team Argovia verfügt, wie alle anderen Konkurrenten, über drei ausländische Spieler (einige Klubs haben sogar vier ausländische Profis in ihrem Kader). Doch nur der Engländer Joel Gayle, einst die Nummer 62 der Welt (aktuell auf Platz 132 klassiert), ist Profi und wird zu den Matches eingeflogen, während Hafiz Shaharudin als Spielertrainer und Schweizer U19-Nationalcoach fungiert. Nicht so richtig auf Touren kam der neue Argovia-Malaysier Beryno Wong, der im Duell der beiden Nummern 1 gegen den Briten Toby Penty in zwei Sätzen verlor.

Doch mit Joel König (19), der im Dezember am Gymnasium Liestal seine Matura machen wird, konnte das grösste Nachwuchstalent im Schweizer Badminton verpflichtet werden. Auch wenn der Baselbieter beide Matches verlor und «ich mir im Einzel gegen den Kroaten Luka Petric resultatmässig mehr erhofft hätte, bin ich für den weiteren Saisonverlauf optimistisch. Ich bin sicher, dass wir vorne mitspielen können», so König, der sich nach Beendigung der Schule ganz aufs Badminton konzentrieren will.