Was ist geblieben? Vor neun Monaten sind die FCA-Frauen in NLA gestartet. Die Vorfreude nach der starken Saison zuvor in der NLB und dem Aufstieg war gross. Schnell wurden die Aarauerinnen aber zurück auf den Boden der Realität gebracht. Für das erste Tor brauchte es einen Monat; auf den ersten Punkt musste das Team dreimal so lange warten. Nach 27 Runden stehen lediglich vier Punkte und ein Torverhältnis von 21:101 zu Buche.

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«Was bleibt, sind die Erinnerungen an ein Abenteuer, an eine Saison in der höchsten Liga», sagte FCA-Trainer Andreas Zürcher, «wir versuchen das Positive mitzunehmen.» Es sei nicht so gewesen, dass man ständig in allen Spielen dominiert worden sei. «Die gab es auch. Aber es gab auch viele Spiele, die wir schlicht und einfach nicht verlieren hätten dürfen.»

«Zu viele individuelle Fehler»

Trotz der positiven Erinnerungen ist sich Zürcher auch bewusst, dass es nicht nur am fehlenden Glück gelegen hat, dass nun der Abstieg bevorsteht: «Vielleicht hatten wir – über die ganze Saison gesehen – nicht die nötige Qualität in unserem Spiel. Wir haben zu oft individuelle Fehler begangen. Die haben uns in so vielen Spielen schlussendlich das Genick gebrochen.»

Noch ist es aber nicht vor, das Abenteuer in der obersten Liga. Noch steht ein Spiel an. Am Samstag (17.00 Uhr) treffen die FC Aarau Frauen zu Hause auf Yverdon. Ein Spiel, das gute Erinnerungen wecken wird, haben doch die Aarauerinnen im Februar genau dieses Spiel schon einmal gewonnen: 3:0 im Schachen gegen Yverdon. Es war das erste Spiel in der Rückrunde und es gab das oft vermisste Selbstvertrauen zurück. Es sollte der Startschuss sein für eine erfolgreiche Rückstunde – stattdessen blieb es der einzige Lichtblick in der Saison.

«Wir sind unseren Fans etwas schuldig. Aber nicht nur: Wir sind auch uns selbst etwas schuldig. Wir wollen noch einmal beweisen, dass wir durchaus über Qualitäten verfügen. Für uns selbst und für unsere Anhänger», sagt Zürcher: «Wir wollen einen versöhnlichen Abschluss.»

Letztes Spiel als Trainer der FCA-Frauen

Für Zürcher wird es vorerst das letzte Spiel an der Seitenlinie der FC Aarau Frauen. Ende April machte er publik, dass er sein Amt als Trainer nach dieser Saison abgeben wird. Trotzdem bleibt er dem Verein treu: Er wird sein Amt als Technischer Leiter auch in der kommenden Saison weiterführen. «Dass eine Person gleichzeitig als Trainer und als Technischer Leiter fungiert, ist nicht ideal. Der Verschleiss ist doch sehr hoch und für eine Person allein kaum zu bewerkstelligen», erklärt Zürcher die Gründe für seinen Rücktritt vom Traineramt.

Für die kommende Saison wünscht der Trainer dem Team, «dass sie wieder die Freude am Siegen finden und dass sie trotz des Abstiegs auch in der NLB mit der gleichen Begeisterung weiter an die Sache gehen werden.»