Doch die Vorzeichen auf dieses Spiel stehen für die FC Aarau Frauen alles andere als schlecht, wenn man bedenkt, wie man in dieser Saison abgeschnitten hat. Zu Beginn gab es gegen Basel eine 0:7-Niederlage. Bitter. Vor der Winterpause konnte man aber den lang ersehnten Punkt gegen die Baslerinnen holen. Auf heimischem Terrain spielte man 1:1-Unentschieden.

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Und auch in diesem Jahr sah es nicht schlecht aus. Auf dem Joggeli-Campus verlor man zwar, jedoch nur mit 1:2. Und das, obwohl man das Spiel dominiert hatte. Die Baslerinnen schwächelten sehr, konnten aber von einem Goaliefehler profitieren. Die Aarauerinnen hingegen vergaben Chancen um Chancen und scheiterten so am doch so wichtigen Punktgewinn.

Die Zeit wird knapp

Genau das soll sich nun ändern. Am Samstag wollen die Aarauerinnen unbedingt drei Punkte einfahren. Natürlich ist es höchste Zeit dazu, denn in den folgenden vier Spielen muss man mindestens vier Punkte holen, um noch eine Chance auf den Ligaerhalt zu haben, sofern Yverdon die kommenden vier Spiele verliert. In diesem Fall würde es am letzten Spieltag zur alles entscheidenden Finalissima im Schachen kommen.

Noch besser wäre natürlich, wenn man in den nächsten drei Partien zwei Siege holen könnte. Ein Ziel, das fern erscheint, wenn man bedenkt, dass die Aarauerinnen in 23 Spielen nur vier Punkte holten. Ein Ziel, das aber nicht so fern erscheint, wenn man bedenkt, dass man vorherige Spiele gegen Basel, GC oder Lugano auch hätte gewinnen können.

Nur der letzte, entscheidende Schritt fehlt noch. Der Sieg. Die Mannschaft glaubt aber fest daran, das Unmögliche möglich zu machen. Die Stimmung ist gut, die Mannschaft zum kämpfen eingestellt. So spiegelt auch Trainer Andreas Zürcher die Situation: «Die Spielerinnen haben von sich aus gesagt, dass sie jetzt Charakter zeigen müssen.»

Ligaerhalt um jeden Preis

«Wenn wir das Spiel am Samstag nicht gewinnen wollen, dann müssen wir gar nicht erst zum Spiel antreten. Die Mannschaft will kämpfen, sich den Sieg um jeden Preis holen. Ich bin zuversichtlich», sagt Zürcher im Hinblick auf das Spiel.

Wie oft hat man diesen Satz schon gehört in dieser Saison. Wie oft sollten Spiele gewonnen werden. Wie oft hat man genau diese Spiele dann aber aus der Hand gegeben. Um den Ligaerhalt zu schaffen, muss eine Reaktion auf das Problem gezeigt werden. Das Problem: Bei einem Gegentor lassen die Spielerinnen direkt ihre Köpfe hängen. Der Kampfgeist ist von der einen zur nächsten Sekunde verschwunden.

Wieder stehen sie vor einer Niederlage, einem Punktverlust. Und je später die Aarauerinnen ein positives Ergebnis erzielen können, desto schwieriger wird es, den Ligaerhalt zu realisieren. Deshalb gilt auch am Samstag wieder: Ein Sieg muss her. Um jeden Preis.