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«Wir haben Fortschritte gemacht, darum ist es wichtig, dass wir nicht absteigen.»

Mümliswil gewinnt den Strichkampf gegen Gerlafingen auswärts mit 2:1

Der Strichkampf zwischen Gerlafingen und Mümliswil begann ohne grosses Vorgeplänkel. Intensiv wurde um jeden Ball gekämpft, wobei Gerlafingen deutlich besser begann. Philippe Breu dribbelte sich durch und bediente Volkan Turhan mit einem Rückpass, doch der verzettelte sich in aussichtsreicher Position – es sollte nicht das einzige Mal bleiben. Mit der Zeit bekam Mümliswil die Sache besser in den Griff und nach einer halben Stunde hätten die Thaler in Führung gehen müssen.

Nach einem Corner herrschte Chaos im Gerlafinger Strafraum, doch Goalie Stefan Csako mit einer Glanzparade und danach viele Verteidigerbeine mit Glück verhinderten den ersten Treffer. Doch kurz vor der Pause war es soweit. Reto Schärmeli entwischte mit einem Steilpass, Csako kam zu spät und foulte den Stürmer. Schiedsrichter Marco Faga konsultierte den Linienrichter und entschied zurecht auf Penalty.

Anschlusstreffer per Kopf

Die Gerlafinger hatten den Anstoss zur zweiten Hälfte, aber die Mümliswiler eroberten sich sofort den Ball und griffen mit aller macht an. Das zweite Tor für die Gäste war deshalb verdient. Doch das war nicht die definitive Entscheidung. Der gerade eben eingewechselte Serhat Akyüz holte einen Eckball heraus und erzielte danach auch gleich noch per Kopf den Anschlusstreffer. Das Gerlafinger Feuer loderte wieder.

Das Powerplay führte zu einem Penalty und Benjamin Hohl legte sich den Ball zurecht. «Er schiesst immer in die rechte, tiefe Ecke», sagte Martin Hert, der letztes Jahr Trainer noch von Marco Häfliger in Welschenrohr war. Der Mümliswiler Goalie schien es gehört zu haben, hechtete und wehrte den Penalty ab. «Eigentlich wechsle ich immer ab», erklärte Gerlafingens Captain Hohl nach dem Spiel die Schlüsselszene, «er hat geschickt angetäuscht und ich dachte, dass er in die andere Richtung gehen würde.»

Chance fast verpasst

Was folgte, waren viele Chancen, die beidseits fast im Minutentakt versiebt wurden. Gerlafingen warf alles nach vorne und Mümliswil konterte. Und als dann Turhan auf Vorarbeit von Breu das Tor aus kürzester Entfernung nicht traf, zog schon ein wenig die 3. Liga auf dem Kirchacker ein. «Nun müssen wir das nächste Spiel gegen Härkingen gewinnen, wir geben noch nicht auf», sagte Benjamin Hohl – und ärgerte sich noch lange über sich selber und den verschenkten Penalty.

«Wir haben es verpasst, den Sack zuzumachen und wären dafür beinahe noch bestraft worden», analysierte Mümliswils Trainer Bruno Kaufmann die Partie. «Es ist noch nicht überstanden, wir müssen weiter gewinnen, auch wenn wir jetzt vier Punkte Vorsprung haben. Wir haben spielerisch Fortschritte gemacht und deshalb ist es wichtig, dass wir jetzt nicht absteigen.»

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