Frauen NLA
Wieder keine Punkte: Die FCA-Frauen verlieren zu Hause 1:5 gegen Zürich

Die FC Aarau Frauen verlieren auch das achte Spiel. Zu Hause verliert das Team von Trainer Andreas Zürcher 1:5 gegen Zürich. Das einzige Tor für Aarau gelingt Mara Gloor in der ersten Halbzeit.

Konstantin Furrer
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Die FC Aarau Frauen verlieren auch das zweite Spiel gegen den FC Zürich.

Die FC Aarau Frauen verlieren auch das zweite Spiel gegen den FC Zürich.

Andy Mueller/freshfocus

Es ist ein bisschen die Geschichte der FC Aarau Frauen in dieser Saison: Wieder haben sie eigentlich gut mitgespielt, wieder hat viel gepasst im Spiel der Aarauerinnen – aber: Wieder müssen die FCA-Frauen das Spielfeld ohne Punkte verlassen. Diesmal waren es die Frauen des FC Zürich, die dem Team von Trainer Andreas Zürcher die Punkte abnahmen. Gleich mit 1:5 verloren die Aarauerinnen das achte Spiel der NLA-Saison.

Eine Niederlage in dieser Höhe kann eigentlich nur etwas bedeuten: klare Kräfteverhältnisse auf dem Fussballplatz. Aber dem war nicht so. Zu Recht sprach Trainer Andreas Zürcher nach dem Match von der besten Leistung seines Teams in dieser Saison – zumindest in der ersten Halbzeit. Der FC Zürich führt in der NLA die Tabelle an, die FC Aarau Frauen liegen auf dem achten und letzten Platz. Aber nichts deutete auf dem Rasen auf diesen Unterschied hin. Aarau spielte offensiv frech und kam zu Chancen. In der Defensive sorgten Rita Do Sul Almeida und Delia Lahmici für die nötige Ruhe.

Drittes Saisontor für Aarau

Selbst das Gegentor in der 20. Minute durch Fabienne Humm brachte die Aarauerinnen nicht aus der Ruhe. Noch im letzten Spiel gegen Yverdon brach das Team nach dem ersten Gegentor ein und war verunsichert. Doch diesmal: Die FCA-Frauen spielten weiter offensiv, als wäre nichts gewesen. Und das zahlte sich aus. Nur neun Minuten später gelang Mara Gloor nach einem Eckball den Anschlusstreffer. Gloor stand goldrichtig im Strafraum und konnte zum ersten Tor seit dem September einnicken. Für Aarau ist es der dritte Treffer überhaupt in dieser Saison. Und das gab Selbstvertrauen: Nach der Pause fehlten nur wenige Zentimeter und Julia Höltschi hätte kurz nach der Pause zum 2:1 für Aarau getroffen. Aber es sollte nicht sein. Und darum kam es so, wie es schon so oft gekommen war in dieser Saison für die FCA-Frauen. Ein Gegentor, Ungenauigkeiten in der Abwehr, ein angeschlagenes Selbstvertrauen und schon stand es 5:1 für Zürich.

Die FC Aarau Frauen und das fehlende Selbstvertrauen: Es ist der rote Faden, der sich durch die Saison der FCA-Frauen zieht. Zu oft reichte ein Gegentor, um die Moral zu zerstören. Nach der Niederlage gegen Yverdon, als die Aarauerinnen eine 0:4-Niederlage einstecken mussten, war klar: So kann es nicht weitergehen. Am Montag kamen die Spielerinnen zusammen, um eine Aussprache zu halten. Sie scheint gewirkt zu haben. Nach dem frühen Gegentor gegen Zürich brach die Mannschaft nicht ein, sondern spielte weiter mit Selbstvertrauen. Erst als in der zweiten Halbzeit die Kräfte nachliessen, fiel man wieder zurück in alte Muster. Auch darum sagte Trainer Zürcher nach dem Spiel: «Klar, 1:5 hört sich nach einer hohen Niederlage an. Aber auf dieser starken Leistung in der ersten Halbzeit können wir aufbauen.»

Bereits am Samstag können die FCA-Frauen ihre guten Leistungen bestätigen: Im Schweizer Cup trifft das Team auf die FC Luzern Frauen, die in der 1. Liga zu Hause sind. Endlich soll es wieder mal einen Sieg geben, der das angeschlagene Selbstvertrauen der FCA-Frauen aufpeppen soll.

FC Aarau Frauen – FC Zürich Frauen 1:5 (1:1)

260 Zuschauer. – Schachen. – Tore: 20. Humm 0:1. 29. Gloor 1:1. 50. Willi 1:2. 67. Gut 1:3. 74. Zehnder 1:4. 85. Gut 1:5.

FC Aarau Frauen: Kohler; Tiller, Sylvestre, Lahmici, Do Sul (88. Fridriksdottir); Notter, Jenzer, Abbühl (82. Bonmati), Erne; Gloor (76. Turtmann), Höltschi.

FC Zürich Frauen: Friedli; Baumann, Abbé, Fischer, Stierli (83. Bernet); Zehnder, Martina Moser, Ramseier, Rahel Moser (35. Gut); Humm (45. Deplazes), Willi.

Bemerkungen: Aarau ohne Bühler, Stierli, Roth (alle verletzt), Schwaller, Villiger, Zürcher (Rekonvaleszent).

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker: