Challenge League

Wie FCA-Captain Sandro Burki den FC Wohlen sponsert

Weil Stahel für Wohlen trifft, muss Burki (r.) zahlen.

Weil Stahel für Wohlen trifft, muss Burki (r.) zahlen.

Weil Burkis Restaurant Marco Polo Spielerpatronat beim FC Wohlen ist, muss der FCA-Captain für jedes Tor von Florian Stahel in die Tasche greifen.

Die folgende Geschichte ist kurios, grotesk und amüsant zugleich. Sie ist kaum zu glauben und zeigt in aller Deutlichkeit, dass es im Fussball nichts gibt, was es nicht gibt. Die Episode am Rande des Geschehens spielte sich während des 13. Derbys zwischen dem FC Wohlen und Aarau ab. Der Favorit aus dem Westen führt 3:0. Mitte der zweiten Halbzeit erzielt Wohlens Abwehrchef Florian Stahel das 1:3. Es ist nur der Ehrentreffer, aber dennoch ein spezielles Tor!

Warum? Ganz einfach: Eine Einnahmequelle des FC Wohlen ist das Spielerpatronat. Will eine Firma oder ein FCW-Fan einen Spieler vom Kader der ersten Mannschaft unterstützen, kann er dies für einen Beitrag von 500 Franken pro Saison tun. Zurück zu Stahel, dem einzigen Torschützen des FC Wohlen im Duell der Kantonsrivalen. Das Spieler-Patronat auf den Abwehrchef wurde von Marco Polo, einem Restaurant mit Bar in Wohlen übernommen. Und jetzt kommt die Pointe der ganzen Geschichte: Der Verwaltungsratspräsident des Marco Polo heisst Sandro Burki. Und Burki ist kein Geringerer als der langjährige Mittelfeldspieler des FC Aarau.

Das heisst mit anderen Worten: Stahel, seines Zeichens Abwehrchef des FC Wohlen, wird von Burki, seines Zeichens Captain des FC Aarau, gesponsert. Damit ist Burki der einzige Spieler, der beim 4:1-Erfolg des FCA an allen fünf Toren beteiligt war. Was lernen wir daraus: Burki ist zwar durch und durch ein Aarauer, aber durchaus bereit, auch über die Grenzen hinaus zu schauen.

Autor

Ruedi Kuhn

Ruedi Kuhn

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