Eishockey
Wichtiger Sieg gegen Schlusslicht Adelboden für die Argovia Stars

Drei Mal hintereinander konnten die Argovia Stars punkten. Trotzdem war man mit der Punkteausbeute nicht ganz zufrieden, reichte es doch in den letzten beiden Spielen jeweils nur zu einem Punkt. Dass man gegen stärkere Mannschaften gut aussehen kann, bewiesen die Akteure in den letzten Spielen, wichtig ist aber, dass gegen Teams aus der unteren Tabellenregion gewonnen wird. Gestern konnten die «Stars» gegen das Tabellenschlusslicht beweisen, dass dies auch so umgesetzt werden kann.

Thomas Hüsser
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Mit vier Skorerpunkten der überragende Akteur des Abends: Pascal Wittwer.

Mit vier Skorerpunkten der überragende Akteur des Abends: Pascal Wittwer.

zvg

Furios starteten sie in die Partie, blieben aber immer wieder am gegnerischen Torhüter hängen oder spielten noch den einen Pass zu viel. Mit viel Geduld und weiterhin viel Power wurde das Gästetor unter Beschuss genommen. Es dauerte bis zur 10. Minute, bis Yannic Noll auf Zuspiel von Pascal Wittwer und Kevin Barz das erste Tor gelang. Ziemlich genau eine Zeigerumdrehung später traf Marc Gisin zum 2:0, und nochmals 90 Sekunden später stand Pascal Wittwer nach genialem Zuspiel von Silvano Renggli plötzlich alleine vor Torhüter Lanz und verwandelte eiskalt. Der Torschütze bedankte sich mit dem «Schoggipuck», den er in die Stehplatzkurve spedierte.

Auch im zweiten Drittel versuchte das Heimteam, das Spielgeschehen sofort wieder in die Hand zu nehmen. Dies gelang eindrücklich und nach gut vier Minuten konnte Marc Gisin auf Pass von Michel Simmen seinen zweiten Treffer bejubeln. Knapp vor Spielmitte war dann auch Tim Bertsche im Tor der Argovia Stars ein erstes Mal bezwungen. Aber gut 90 Sekunden später konnte Pascal Wittwer mit seinem zweiten Treffer auf Zuspiel von Yannic Noll und Christoph Frei den Viertorevorsprung wieder herstellen.

Mangelnde Konzentration im Schlussdrittel

Im Schlussabschnitt zeigten die Berner Oberländer, dass ein Spiel mindestens 60 Minuten und nicht nur 40 Minuten dauert. Vermehrt kamen sie vor das Aargauer Tor und nach knapp drei Minuten war es passiert: Anschlusstreffer zum 2:5. Kein Problem, dachte man. Und drei Zeigerumdrehungen später bezwang Fabian Willen Tim Bertsche mit einem «Buebetrickli» zum 5:3. Danach zeigte sich das Heimteam zwar wieder konzentrierter, Adelboden witterte aber seine Chance. Nach zwei Strafen gegen Argovia konnte Adelboden während wenigen Sekunden zu fünft gegen drei Aargauer Akteure agieren.

Und als Samuel Rechsteiner von der Strafbank zurückkehrte, trafen die Gäste zum vierten Mal. Hoppla, schnell kann es gehen. Dann der Aufruf von Captain Kevin Barz an sein Team: «Vorwärts luege, Herre!» Und eine Minute später konnte Yannic Noll nach Vorarbeit von Pascal Wittwer, welcher seinen vierten Skorerpunkt holte, ebenfalls zum zweiten Mal ein Tor bejubeln. Danach kontrollierte Argovia die Partie wieder und konnten schlussendlich einen verdienten Sieg feiern. Trainer Eric Wittwer sah sicher viel Positives, aber auch Sachen, welche verbessert werden können.

Mit einem Sieg undvier Spielen hintereinander mit Punkten verabschieden sich unsere Argovia Stars in die Weihnachtspause. Der Rückstand auf das achtplatzierte Lyss beträgt lediglich noch fünf Punkte. Bei neun noch auszutragenden Spielen sicher aufholbar. Im neuen Jahr geht es Schlag auf Schlag weiter. Am 7. Januar ist die GDT Bellinzona in Aarau zu Gast. Auf einen erneut grossen Publikumsaufmarsch würden sie sich sicher freuen, verdient hätten sie es auf jeden Fall.

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