Unihockey
White Horse Trainer: «Wir sind taktisch und spielerisch reifer geworden»

Die Unihockeyaner von White Horse Lengnau gewinnen den Kleinfeld-Meistertitel der 1. Liga und retten dem gebeutelten Unihockey-Kanton Aargau die Ehre. Mit dem Finalsieg beendeten die Surbtaler zudem eine zehnjährige Serie in der 1. Liga.

Patrizia Obrist
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White Horse Lengnau konnte nach dem Finalspiel gegen Gossau den Meistertitel feiern.

White Horse Lengnau konnte nach dem Finalspiel gegen Gossau den Meistertitel feiern.

Roland Jaus

«Sensationell, sensationell», jubelte White Horse Lengnaus Interimsbetreuer Manuel Müller nach der Pokalübergabe. «Wir können es noch gar nicht fassen.» Nach dem 11:8-Sieg gegen Cevi Gossau in der höchsten Kleinfeld-Liga durften die Aargauer vor 350 Zuschauern die Schale in Empfang nehmen und mit den Fans die Meisterschaft feiern.

Aargauer Ehren gerettet

Dem «Weissen Ross» aus Lengnau sei Dank, denn sie haben dem gebeutelten Unihockey-Kanton Aargau die Ehre gerettet. Nach dem Abstieg von Lok Reinach in die 1. Liga, feierten jetzt wenigstens die Surbtaler, die zum zweiten Mal einen Final bestritten. Lange standen die Zeichen aber anders, denn nach einer eher durchwachsenen Qualifikation, schaffte es Lengnau noch, die Playoffs als Drittplatzierter anzugehen. Müller erzählt: «Nach einem Trainerwechsel konnten wir uns deutlich steigern.»

Und das war nötig, denn die Ausgangslage vor dem Final schien klar: Seit zehn Jahren kommen in der Unihockey-Kleinfeldszene nur zwei Mannschaften für den Titel infrage – nebst Bern auch Gossau, das sich in der letzten Dekade fünf Titel geholt hatte, einer davon vor zwei Jahren gegen Lengnau. Warum die Aargauer den Meisterschaftsthron jetzt bestiegen, weiss Müller: «Wir sind taktisch und spielerisch reifer geworden und hatten Wettkampfglück.»

Beflügelt vom ersten Finalsieg

Der 7:6-Sieg nach Verlängerung im ersten Finalspiel und die Aussicht auf den Pokal schienen die White Horse im zweiten Duell zu beflügeln. Zwar führte Gossau nach fünf Minuten 2:0. Dies beirrte den Gastgeber nicht und glich durch Roger Spaltenstein und Captain Valentin Müller aus. Nicht nur beim ersten Treffer zeigte Müller sein Können, sondern trug mit insgesamt vier Toren viel zum Erfolg bei.

Zwei Minuten nach dem Ausgleich gingen die Surbtaler erstmals in Führung, setzten sich aber erst nach dem fünften Tor ab. Als im letzten Drittel Lukas Burger auf 8:4 erhöhte, bildete sich auf dem Feld schon 15 Minuten vor Ende eine Lengnauer Freudentraube. Danach erspielten sich die Aargauer einen 10:6-Vorsprung, ehe Gossau bis auf zwei Tore herankam. Fünf Minuten vor Ende traf erneut Captain Müller zum 11:8-Endstand.

Trainer Manuel Müller wiederum analysierte: «Wir traten in den Playoffs sehr kämpferisch auf und waren hervorragend eingestellt.» Dazu hebt er hervor, dass der ganze Verein hervorragend gearbeitet hat.

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