Hallenhockey
Wettingen vergibt Chancen im Multipack

Nur ein Zähler für Rotweiss Wettingen an der Heimrunde der Nationalliga A. Rotweiss Wettingen muss eine neue Mannschaft aufbauen. Entsprechend gibt es in der jungen Equipe in munterer Abfolge Hochs und Tiefs.

Alexander Wagner
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„Wettingen vergibt Chancen im Multipack“
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Captain Nicolas Steffen (rechts) von Rotweiss Wettingen kommt ins straucheln
Cedric von Arx von Rotweiss Wettingen
Jan Hoedle (rechts, Wettingen)
Jan Hoedle (rechts)

„Wettingen vergibt Chancen im Multipack“

Alexander Wagner

In der Halle kommt Rotweiss Wettingen nicht an Luzern vorbei: Die erste Partie in dieser Hallensaison ging mit 2:3 verloren und vor heimischem Publikum im Tägerhard kamen die Aargauer auch nicht über ein 2:2 hinaus. Dies jedoch mit sehr viel Glück. Den Ausgleichstreffer erzielte Captain Nicolas Steffen erst mit der Schlusssirene.

Dabei wären die Chancen, das übermächtig scheinende Luzern in der Halle mal zu schlagen, kaum je besser gewesen: Gleich vier Innerschweizer waren mit dem Nationalteam an der Europameisterschaft unterwegs und sichtlich noch nicht erholt: «Luzern hat schwach gespielt. Sie waren im Kopf nicht frisch. Die EM hat sichtlich Spuren hinterlassen», musste auch Rotweiss-Trainer Thomas Dauner konstatieren.

Trotzdem schaffte es sein Team nicht, die Gunst der Stunde zu nutzen. Doch daran waren sie zu einem Grossteil selber schuld. Nicht weniger als drei Penaltys vergaben die Gastgeber. Kaum ein Spieler oder Zuschauer konnte sich an ein Spiel erinnern, bei dem gleich drei Siebenmeter nicht verwertet werden konnten. Zudem durften sie eine kurze Ecke schiessen, bei welchem der Luzerner Keeper, der eine grossartige Partie zeigte, nicht im Kasten stand.

In der Finalrunde dabei

Selbst an den drei verbliebenen Feldspielern brachte Rotweiss den Ball nicht im Gehäuse unter. «In solchen Situationen fehlen dann die Ruhe und die Routine», musste der Hockey-
experte Dauner eingestehen. So konnten die Wettinger froh sein, dass der unermüdliche Kämpfer Nicolas Steffen mit einem Energieanfall wenigstens noch einen Punkt rettete.

Auch in der zweiten Partie gegen Servette konnte der Schweizer Rekordmeister nicht reüssieren und unterlag Servette mit 2:3. Trotzdem werden die Wettinger in der Finalrunde der bes-ten vier Teams dabei sein. Dies jedoch auch, weil Basel und Erlach in der Li-
ga nicht mithalten können und abgeschlagen die weiteren Plätze belegen. «Wir sind in einer Phase, in der wir eine neue Mannschaft aufbauen müssen. Und da muss man mit Fehlern rechnen», ist sich Dauner bewusst.

In der letzten Meisterschaftsrunde entscheidet sich, gegen wen die Wettinger im Halbfinal antreten werden. Falls sie Anfang Februar in Burgdorf wieder auf Luzern treffen, dürfte es schwer werden. Auch weil Luzern sicherlich stärker auftreten wird und
die Wettinger kaum zu so zahlreichen Chancen kommen werden. Besonders schwierig wird es, wenn es die Rotweissen erneut nicht schaffen, glasklare Möglichkeiten wie Penaltys oder kurze Ecken zu verwerten.