Hallenhockey

Wettingen schnuppert am Aufstieg in die A-Division

Rotweiss Wettingen um Captain Stephanie Wälti (li.) jubelt und macht mit den Fans die Wellle.

Rotweiss Wettingen um Captain Stephanie Wälti (li.) jubelt und macht mit den Fans die Wellle.

Die Landhockeyanerinnen von Rotweiss Wettingen spielten am Europacup vor heimischem Publikum im Tägi ein starkes Turnier. Zum Aufstieg und der Krönung der guten Leistung fehlte nur ganz wenig.Rotweiss Wettingen belegte den dritten Rang.

Der Auftakt gelang nach Mass: Zuerst setzten sich die Schweizer Serienmeisterinnen mit 8:2 gegen Zrinjevac durch. Und auch Grove Menzieshill aus Schottland, immerhin die Absteigerinnen aus der höchsten europäischen Klasse, wurden sicher mit 5:0 bezwungen. Im dritten Gruppenspiel musste sich Rotweiss knapp mit 2:3 gegen Cambrai geschlagen geben. «Das war die Entscheidung. Da fehlte vielleicht etwas die nötige Routine», meinte Trainer Michael Kloter in Anbetracht seines jungen Teams.

In einer anderen Liga

In der Aufstiegspool erkämpften sich Rotweiss nach einem deutlichen Rückstand ein Unentschieden gegen die Däninnen aus Slagelse. Trotzdem reichte es nicht mit zum erhofften Aufstieg. Im letzten Spiel traten die Aargauerinnen gegen die bereits aufgestiegenen Ukrainerinnen von Sumchanka an, die alle Partien souverän gewonnen hatten. Nach einem harten Fight mussten sich die Wettingerinnen erneut nur mit einem Tor geschlagen geben. «Die spielen eigentlich in einer anderen Liga. Wir sind die einzige Mannschaft, die sie gefordert hat», konstatierte Kloter trotzdem zufrieden.

Stephanie Wälti beste Spielerin

«Das war insgesamt eine tolle Leistung. Ich bin stolz auf die Mannschaft und das, was sie geleistet hat», bilanzierte der Trainer. Die Gastgeberinnen waren eines der jüngsten Teams und mit Alexandra Wälti war ausgerechnet die Abwehrchefin und die routinierteste Akteurin angeschlagen. «Doch wie sie das weggesteckt haben, war stark», freute sich Kloter, der die Mannschaft im Herbst des letzten Jahres übernommen hatte. Aus dem starken Kollektiv ragten die erste 16-jährige Tamara Trösch und Captain Stephanie Wälti heraus. Trösch spielte völlig unbekümmert. Stürmerin und Goalgetterin Wälti wurde gar zur besten Spielerin des Turniers gewählt.

Wettingens Mankos

Zum insgeheim erhofften Aufstieg fehlte nur sehr wenig. Zum einen war es die Physis, zum anderen die mangelnde Erfahrung. «Konditionell haben wir im Vergleich mit den Topteams noch ein Manko. Zudem fehlt in den entscheidenden Szenen noch etwas die Cleverness», weiss Kloter, der selber langjähriger Nationalspieler war.

Für die Nationalspielerinnen von Rotweiss geht es praktisch nahtlos mit der Vorbereitung auf die Feldsaison weiter, die anderen dürfen das Turnier kurz sacken lassen und sich über eine kleine Pause freuen, bevor auch sie wieder auf dem Kunstrasen angreifen werden.

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