Eishockey
Wettingen gewinnt das Derby

Die Gäste aus Wettingen bezwingen in der 2. Liga Rheinfelden mit 3:1. Der Heimmannschaft fehlte es an Kaltschnäuzigkeit. Die Gäste hatten mit Fabianmeier einen bärenstarken Mann im Tor.

Mirco Klaus
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Auf der Kunsteisbahn in Rheinfelden trafen in der 2. Liga der EHC Wettingen-Baden und der EHC Rheinfelden aufeinander. Die Gäste konnten sich schnell in der Hälfte der Heimmannschaft festsetzen und erspielten sich einige hochkarätige Chancen. Doch noch fehlte die Präzision im Abschluss. In der 13. Minute wurden sie dann für ihren Aufwand belohnt. Nach einer schönen Kombination und einem genialen Zuspiel von Marc Imhof konnte Stefan Wernli den Puck ins Tor lenken. Die trotz eisiger Kälte zahlreich erschienenen Zuschauer sahen auch in der Folge ein Wettingen, welches das Spiel kontrollierte.

Tor als Weckruf für Rheinfelden

Die Heimmannschaft reagierte auf den Gegentreffer und mit ihrem geschickten Konterspiel waren sie brandgefährlich. Endlich kamen auch Emotionen ins Spiel. Aus Sicht der Wettinger etwas zu viele Emotionen und so mussten kurz vor Drittelsende gleich zwei Wettinger auf die Strafbank. Coach Marcel Habisreutinger nervte sich über die Strafen, glaubte aber auch, dass sie geholfen haben: «Wir mussten dem Gegner unsere Spielweise aufdrücken und vielleicht brauchten meine Spieler die Emotionen, um richtig ins Spiel zu kommen. Jedenfalls wurde die Leistung mit den Strafen besser. Aber ich hoffe nicht, dass wir in den folgenden Partien immer so viele Strafen brauchen, denn das gehört eigentlich nicht zu unserem Spiel.» Rheinfelden drückte im Powerplay auf den Ausgleich und schoss aus
allen Lagen.

Wettinger Torhüter bärenstark

Doch Fabian Meier im Tor der Gäste sorgte mit seinen Paraden dafür, dass Wettingen in Führung blieb. Das zweite Drittel fing so an, wie das erste endete: mit viel Druck der Rheinfelder. Aber Meier im Tor der Wettinger brachte das Heimteam reihenweise zum Verzweifeln. Und so kam es, wie es oft kommt. Die Wettinger konnten sich befreien und Imhof sorgte in der 32. Minute mit einem trockenen Schuss für das 2:0. Im letzten Drittel versuchte Rheinfelden alles, um noch einmal ins Spiel zu kommen. Doch die fehlende Kaltschnäuzigkeit im Abschluss verhinderte eine spannende Schlussphase und Wettingen konnte durch Gnepf auf 3:0 erhöhen. Die Rheinfelder konnten kurz vor Schluss noch mal ihr Powerplay aufziehen und Schöni schoss in der 56. Minute das 1:3 für Rheinfelden, was aber nicht mehr als Resultatkosmetik war. Habisreutinger zeigte sich zufrieden. «Das war sicherlich die beste Saisonleistung. Wir konnten nach den ersten beiden nicht so guten Spielen endlich mal überzeugen und einem guten Gegner unser Eishockey aufzwingen. Das macht Mut für die nächsten Partien.»