Die junge Truppe von Rotweiss Wettingen spielte ein starkes Europacup-Turnier in Prag. Am Ende fehlten zwei Tore zum Aufstieg in die höchste europäische Liga, obwohl der Auftakt in das Turnier nicht optimal gelang. In der ersten Begegnung unterlag Rotweiss Wettingen den Gastgeberinnen von Slavia Prag mit 3:4. In der Endabrechnung wog diese Niederlage schwerer als zuerst vermutet. Denn in den beiden anderen Gruppenspielen gegen Cambrai und Zrinjevac setzten sich die Wettingerinnen souverän mit 9:2 und 8:2 durch. Damit belegte das Team von Trainer Thomas Dauner den zweiten Gruppenrang und spielte wie erhofft um den Aufstieg mit.

In der ersten Partie gegen die Engländerinnen hatte Rotweiss viel Pech: Zwei Pfostenschüsse und einen Lattenknaller hatten sie zu beklagen und mussten sich am Ende Bowdon Hightown mit 2:4 geschlagen geben.

In der zweiten Begegnung zeigten die Schweizer Serienmeisterinnen eine starke Reaktion und setzen sich gegen das italienische Team durch. Auch dank einer starken Leistung von Goalie Flurina Wälti, die keinen Back-up hatte und alle Partien durchspielte, weil Rotweiss nur mit einer Torhüterin nach Prag reiste.

Jüngstes Team

Vor einem Jahr unterlag Rotweiss Wettingen Lorenzoni noch. Und dies, obwohl sie die mit Abstand jüngste Mannschaft des Turniers stellten. Stephanie Wälti mit erst 22 Jahren gehört bereits zu den routinierteren Spielerinnen von Rotweiss. Doch trotz ihrer Jugend ist sie grosse Klasse: Die ETH-Studentin Wälti wurde in Prag als beste Spielerin ausgezeichnet.

Zwei Tore fehlten

Damit erreichten die Wettingerinnen den starken, aber undankbaren dritten Rang. Denn die beiden erstplatzierten, die Gastgeberinnen aus Prag und die Engländerinnen, schafften den Sprung in die höchste europäische Klasse.

Allzu sehr grämen dürfen sich die Aargauerinnen nicht, denn erstens haben sie ein enorm junges Team mit viel Potenzial, zum anderen haben sie den Schweizer-Meister-Titel erfolgreich verteidigt und vertreten die Schweiz auch beim nächsten Europacup-Turnier. Dann können sie mit einem Jahr mehr Erfahrung einen weiteren Anlauf nehmen.

Vorbereitung auf Feld-Europacup

Jetzt geniessen die Spielerinnen eine kurze Pause, bevor das Training auf dem Kunstrasen beginnt. Da dürfte es an Motivation kaum fehlen, steht doch das nächste Highlight auf dem Programm: Über die Pfingstfeiertage spielen die Rotweissen auf der heimischen Bernau den Feld-Europacup.

Die Vorbereitungen auf das europäische Turnier laufen bereits und das Team wird in wenigen Tagen auch daran gehen, damit sie sich vor eigenem Publikum gut präsentieren werden.