Der Nordwestschweizerische Schwingverband hat seine Aktiven und Funktionäre zu den Themen Doping und Werbung aufdatiert. Einer der Referenten, ESV-Dopingkommissionspräsident Eduard Ritter, zeigte auf, dass der Eidgenössische Schwingerverband Doping sehr ernst nimmt. ESV-Geschäftsführer Rolf Gasser sagte den Aktiven auf der anderen Seite, dass nach Inkrafttreten des neuen Werbereglements im Frühjahr die Praxis geändert, das heisst verschärft, werde.

So wird die «Werbung auf Mann» eingeschränkt werden. Die Logos der Sponsoren sollen, so der Textentwurf zuhanden der ESV-Abgeordnetenversammlung im März, auf zweimal neunzig Quadratzentimeter auf der Vorderseite einer Trainerjacke beschränkt werden. Verboten bleibt die sichtbare Werbung auf dem Schwingplatz.

Konkret heisst das, wie sich Rolf Gasser ausdrückte, «dass das Anbringen jeglicher Werbebotschaften, die von der Platzmitte aus sichtbar sind, nicht erlaubt sind». Im neuen Werbereglement wird auch fixiert sein, wie viel die Spitzenschwinger dem Verband aus Sponsoringeinnahmen abgeben müssen, und zwar auch über die Karriere hinaus.

Doping-Hintermänner finden

«Wir haben noch nie etwas unter den Tisch gewischt», machte Eduard Ritter deutlich, als er das Wirken der Dopingkommission darstellte. Diese ist an übergeordnete Reglemente gebunden. Im ESV ist in erster Linie aber der Dopingverantwortliche Alfred Brunner gefragt. Die Kommission kommt erst sechs bis acht Wochen nach einer Kontrolle zum Zug, wenn es gilt, gegenüber dem Schwinger aufzutreten. Dann nimmt alles seinen normalen Lauf, etwa die Anhörung des Athleten mit anschliessender Eröffnung des Urteils mit Rechtsmittelbelehrung. Ritter sagte, dass die Dopingkommission grundsätzlich nicht das Böse im Schwinger sehe. «Wir möchten letztlich die Hintermänner finden.»