Duathlon
Welche Powerfrau lächelt am Ende des Powerman?

Susanne Svendsen und Julia Viellehner fiebern der Teilnahme am Powerman Zofingen in gut einem Monat entgegen.

Merken
Drucken
Teilen
Susanne Svendsen hofft, dass sie es beim Powerman aufs Podest schafft.

Susanne Svendsen hofft, dass sie es beim Powerman aufs Podest schafft.

rga

Nach 1997, 1998, 1999, 2011, 2012, 2013 und 2014 tragen die ITU (International Triathlon Union) und die IPA (International Powerman Association) in Zofingen zum achten Mal gemeinsame ITU Powerman Long Distance Duathlon World Championships aus. Eine der Favoritinnen ist die Dänin Susanne Svendsen. Sie hat fast immer ein Lächeln auf ihrem Gesicht. Kein Wunder, lautet das Lebensmotto von Susanne Svendsen «Gib der Welt ein Lächeln und sie wird dir zurücklächeln».

Beim Powerman Zofingen weist sie 36-Jährige noch keinen Podestplatz aus, Platz 5 im letzten Jahr war ihr bisheriges Highlight. «Dieses Jahr will ich erstmals aufs Podest», nennt sie ihr Ziel für den 6. September. Platz 1 und 2 seien wohl aber bereits vergeben.

«Geht Emma Pooley wieder wie im letzten Jahr ans Werk, wird sie erneut gewinnen und Eva Nyström ist auf dem Rad so stark, dass ihr Platz 2 auch nicht zu nehmen sein wird.»

Asthma-Probleme

Svendsen, die in der Vergangenheit oft Asthma-Probleme hatte, ist mit dem bisherigen Saisonverlauf gar nicht zufrieden: «Bei den ETU-Powerman-European-Championships Long Distance am Powerman Holland in Horst aan de Maas hatte ich Probleme in der Wechselzone, verlor viel Zeit und konnte so meinen Bronze-Platz vom Vorjahr nicht verteidigen.» Am 12. April landete sie mit über drei Minuten Rückstand auf die Europameisterin Laura Hrebec auf Platz 6.

Beim Powerman Denmark in Kopenhagen beklagte Svendsen auf dem Rad gleich drei platte Reifen und verlor so ihre einstmals klare Führung und wurde Dritte.

Mallorca statt Italien

Gute Neuigkeiten gibt es dennoch von «Smiling Susanne Svendsen. Am 13. Juni gab sie ihr Debüt bei der Ironman Challenge Billund-Herning. Mit einer Zeit von 9 Stunden 36 Minuten für die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und den Marathon wurde sie Vierte. Zudem tankte sie auf Mallorca in ihren Ferien mit ihrem Freund und Trainer Jasper viel Power.

«Da haben wir einen Wechsel vorgenommen, denn die beiden Jahre zuvor war es jeweils nach Italien in die ‹Sommerferien› gegangen.» Nie einen Wechsel vornehmen würde Susanne Svendsen bei der Homestay-Familie, «denn die Familie Bär in Rothrist ist die beste, die ich haben könnte».

Schlagen muss Susanne Svendsen auch Julia Viellehner. Die 29-jährige Deutsche hat in Zofingen bereits vor zwei Jahren einmal am WM-Titel geschnuppert, doch am Schluss stand ihr Eva Nyström vor der Sonne. Allerdings hatte die Schwedin damals mit 11 Minuten und 28 Sekunden einen ziemlich grossen Vorsprung auf Viellehner, die 2013 auch dank des Sieges beim Powerman Austria in Weyer ein tolles Jahr erlebte.

«Zum 30. Geburtstag will ich mir am 6. September aber gleich selbst ein tolles Geschenk machen», sagt Viellehner, ohne noch viel verraten zu wollen, was ihr Rangziel sein wird. «Ich will meine Radleistung in Zofingen endlich verbessern.»

Die Power entscheidet

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist die Deutsche zufrieden. «Stolz bin ich vor allem auf meinen Age-Group-Sieg beim Ironman 70.3 Kraichgau am 7. Juni.» Die deutsche Powerfrau benötigte im deutschen Bad Schönborn für die 1,9 Schwimm-, die 90 Rad- und die 21,1 Laufkilometer rund 4 Stunden und 34 Minuten.

Viellehner ist meist gut drauf und so erstaunt ihr Lebensmotto «lebe Dein Leben und geniesse es» auch nicht. Einen Siegerinnen-Tipp für Zofingen will die Deutsche nicht abgeben, sondern sagt: «Gewinnen wird diejenige Frau, die bis zum Ende am meisten Power haben wird.» Vor dem 27. Powerman Zofingen bestreitet Viellehner am 30. August die Ironman 70.3 World Championships in Zell am See-Kaprun.