Handball

Weichenstellung für die nächste Handball-Saison beim Aargauer Derby

Besfort Biljali (m.) gegen Calle Ekberg (l.) und Thomas Stalder - sie werden auch heute kämpfenWagner

Besfort Biljali (m.) gegen Calle Ekberg (l.) und Thomas Stalder - sie werden auch heute kämpfenWagner

Längst sind die Positionen bezogen, und weg ist vordergründig die Spannung. Sowohl der TV Endingen auf Platz zwölf wie auch der HSC Suhr Aarau auf Rang elf werden sich Ende Saison aus der höchsten Ebene des Schweizer Handballs verabschieden.

Von Bedeutungslosigkeit, fehlender Relevanz und mangelndem Zündstoff will aber vor dem drittletzten Durchgang der Abstiegsrunde und dem bis auf weiteres letzten Aargauer NLA-Kantonaltreffen niemand der beiden Kontrahenten etwas wissen.

«Dieses Derby ist wegweisend, kommt einer Weichenstellung für die Saison 2012/13 gleich», betonen sowohl der 31-jährige Manuel Reichlin, langjähriger Captain des HSC Suhr Aarau wie auch Simon Huwyler, der 21-jährige Vize-Captain des TV Endingen. «Es geht darum, Schwung für die Zukunft zu holen», sagen beide.

Nochmals voller Einsatz

Ersichtlich aus diesen Voten wird sofort: In beiden Equipen ist keine Laissez-faire-Stimmung auszumachen. Vielmehr wird bereits an die Zukunft gedacht und über die Rückkehr in die höchste Liga diskutiert. Und mit einem letzten Sieg im Derby kann dieses Unterfangen mit gestärktem Selbstvertrauen in Angriff genommen werden.

Nochmals mit vollem Einsatz demonstrieren, wer die Nummer eins im (einstigen) Handball-Kanton ist. Nochmals herauskitzeln, was in der Mannschaft steckt, den Spielwitz aufblitzen lassen und damit den Funken aufs Publikum überspringen lassen. Mit dieser Vorgabe steigen die beiden besten Aargauer Equipen ins letzte Saisonderby. Offen scheint die Ausgangslage, obwohl in den bisherigen Direktbegegnungen der laufenden Saison stets der HSC Suhr Aarau als Sieger vom Platz ging. Aber Huwyler kündigt nochmals an: «Wir wissen, dass die kantonale Hoheit so klar nicht vergeben ist.»

Endingens Chance

Und am Rande geht es auch um eine Wertung, bei der sowohl Suhr Aarau wie Endingen so schlecht nicht dastehen: um die Zuschauerstatistik. Mit einem Durchschnitt von 365 Zuschauern in der Abstiegsrunde nimmt derzeit der HSC Position acht ein, Endingen mit 343 Position neun. Und da können die Ostaargauer die Wende noch herbeiführen – etwa, wenn sie ebenfalls über 500 Fans anlocken, wie dies dem HSC im Hinrundenderby glückte.

Nochmals attraktiver SHL-Derby-Handball soll dafür beste Voraussetzungen bieten – das ganz mit der Vorfreude, dass Aargauer Derbys in der kommenden Saison deutlich häufiger werden könnten. Der HSC, Endingen und Zofingen treffen bestimmt aufeinander, möglicherweise auch Siggenthal/Vom Stein und/ oder Möhlin. Spielbeginn heute Mittwochabend in der Aue-Halle in Baden ist um 20.15 Uhr.

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