Handball

Wegen Corona-Virus: Verband verschiebt Cupfinal des HSC Suhr Aarau gegen die Kadetten Schaffhausen

Cupfinal-Duell verschoben: HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten (l.) und Kadetten-Kreisläufer Lukas Herburger müssen sich bis zum Highlights noch etwas gedulden.

Cupfinal-Duell verschoben: HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten (l.) und Kadetten-Kreisläufer Lukas Herburger müssen sich bis zum Highlights noch etwas gedulden.

Der Cupfinal zwischen dem HSC Suhr Aarau und den Kadetten Schaffhausen findet nicht in anderthalb Wochen statt. Das ursprünglich auf Sonntag, 15. März, angesetzte Highlight wird vom Schweizerischen Handballverband verschoben. Der Ersatztermin ist noch nicht bekannt.

Nun ist klar, was sich in den vergangenen Tagen immer deutlicher abgezeichnet hat: Der Cupfinal findet nicht wie ursprünglich geplant in anderthalb Wochen am Sonntag, 15. März, statt.

Stattdessen hat der Schweizerische Handballverband (SHV) den Anlass in der Mobiliar Arena in Gümligen auf einen noch nicht bestimmten Ersatztermin verschoben. Dies in der Hoffnung, dass der Anlass dann in der ursprünglich geplanten Form durchgeführt werden kann.

Dass das am ursprünglichen Datum nicht möglich sein würde, war bereits klar gewesen, als der Bund am Freitag, 28. Februar, bekannt gegeben hatte, dass Anlässe mit über 1000 Personen bis und mit 15. März – also dem Cupfinal-Termin – verboten würden. Ausserdem war bald einmal absehbar, dass sich die Situation in dieser Frist wohl kaum merklich verbessern dürfte.

In der Folge war spekuliert worden, wie der SHV das Dilemma lösen würde. Die zur Diskussion stehenden Optionen reichten von einem Spiel mit maximal 1000 Personen – inklusive der Mannschaften, des Staffs und Zuschauerinnen und Zuschauer – über ein Geisterspiel bis hin zur Verschiebung des gesamten Anlasses.

Die letztgenannte Variante galt in Handball-Kreisen als am schwierigsten umzusetzen, da im Rahmen des gesamten Anlasses vor dem Cupfinal der Männer auch noch die Cupfinals der Frauen (LC Brühl II - Spono Eagles), der U19-Junioren  (GC Amicitia - BSV Future Bern) und der U18-Juniorinnen (LK Zug - Spono Eagles) geplant sind.

Keine Freude, aber Verständnis beim HSC

Beim HSC ist man über die Spielverschiebung zwar nicht erfreut, kann sie aber unter den gegebenen Umständen selbstredend nachvollziehen. «Ein Geisterspiel ist für mich keine Alternative, der Cupfinal ist ein zu grosser und vor allem auch zu wichtiger Anlass», sagt HSC-Trainer Misha Kaufmann.

Ein Geisterspiel wäre für den HSC auch insofern besonders bitter gewesen, weil dem Vernehmen nach auch ausserhalb des HSC-Sektors – die je zwei im Cupfinal stehenden Vereine der Männer und Frauen haben in der Arena vom Veranstalter jeweils einen Fan-Sektor zugeteilt erhalten – zahlreiche der 1700 im Vorverkauf abgesetzten Tickets in den Aargau verkauft worden sind. Der aktuelle Tabellensechste der NLA dürfte also im Duell mit Leader Kadetten bei einer normalen Austragung auf grosse Unterstützung vom Publikum zählen.

Dass die Problematik Corona-Virus auch mit einem Verschiebedatum nicht garantiert umgangen werden kann, weiss auch der 35-Jährige: «Ich kümmere mich aber möglichst wenig darum, ob ein Spiel stattfindet oder nicht. Ich versuche, mich auf das zu konzentrieren, was ich beeinflussen kann.»

Aargauer Derby findet mit maximal 999 Personen statt

In Sachen Bestimmungen und Einschränkungen keine zusätzlichen Folgen hat das Corona-Virus bisher auf das Aargauer NLA-Derby zwischen dem HSC Suhr Aarau und dem TV Endingen in der Aarauer Schachenhalle. Die Partie wird nach aktuellem Stand wie geplant am Samstag, 7. März, um 18 Uhr angepfiffen.

Der HSC hat als gastgebender Verein die Bewilligung vom Kanton Aargau zur Durchführung der Partie mit maximal 999 Personen in der Halle am vergangenen Wochenende erhalten – und diese ist derzeit weiterhin gültig.

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